Erstellt am 10. Januar 2017, 02:36

von Teresa Sturm

„Werkstattmensch“ mit Liebe zum Beruf. Die St. Pöltnerin Katharina Blum ist Druckgrafikerin und macht nun auch Mode.

 |  Daniel Karner

Bedruckte Kleider, Shirts und Unterwäsche, aus verschiedenen Materialien kombiniert. Da lassen die Druckgrafikerin Katharina Blum und die Modedesignerin Mercedes Andrea Kovar ihrer Kreativität freien Lauf. Gemeinsam sind die beiden das Künstlerinnenkollektiv „ka:nt – Wiener Unart“.

Die St. Pöltnerin Katharina Blum besuchte nach der Sporthauptschule die Malerschule in Baden, wo sie ihren Meister machte und ihre Diplomprüfung in Bautechnik absolvierte. Nach einer dreijährigen Kunsttherapieausbildung studierte die 34-Jährige Druckgrafik in Wien.

Durch Mundpropaganda ist Katharina Blum schon länger bekannt: Unter dem Namen Wiener Unart zählen Labels, Bands und Firmen – darunter Good Life Crew, Foodora, Viereck oder 5/8erl in Ehr’n, für die sie Taschen und T-Shirts bedruckt, zu den Kunden ihrer Druckerei. „Ich habe auch das Glück, keine oder wenig langweilige Sachen drucken zu müssen. Ich liebe meinen Job und würde nichts anderes machen wollen“, schwärmt Blum.

Zusammen mit anderen Kreativen – sie nennen sich die „Grafikkinder“ – teilt sie sich eine Werkstatt „damit man nicht so allein vor sich hinarbeiten muss“, sagt Blum. „Ich bin einfach ein Werkstattmensch. Ich kann nicht still sitzen, es gibt daher für mich nichts Schöneres als so eine Druckgrafikwerkstatt“, so Blum.

Gemeinsam mit Kovar Mode zu machen sei eben so passiert. „Wir hatten einfach drauf Lust.“ Nachhaltigkeit ist dabei für sie wichtig. Aus Probedrucken werden Teile herausgenommen und in saubere Stoffe wieder integriert.

Fixe Ziele für die Zukunft gibt es im Moment nicht für Blum. „Wenn uns was einfällt, dann machen wir das“, genießt sie ihre kreative Freiheit.