Dem Ruf aus dem Weltraum gefolgt. Der Mödlinger Peter Platzer ist Chef von „Spire“, der einzigen Privatfirma weltweit, die Wetterdaten erzeugt – und zwar mit Satelliten.

Von Teresa Sturm. Erstellt am 28. Dezember 2016 (02:08)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Der Mödlinger Peter Platzer hat eine Firma aufgebaut, die mit Wettersatelliten Daten erfasst und auch auswertet.
Spire

Viele kleine Kinder träumen vom Weltraum. So hat sich auch der Mödlinger Peter Platzer „schon immer für den Weltraum interessiert“. Der 47-Jährige ist Gründer der Weltraumfirma „Spire“. Dort befasst man sich mit dem Handhaben von Wettersatelliten sowie der Analyse der erfassten Daten.

„Als ich ein kleiner Bub war, wollte ich schon immer gerne reisen“, so Peter Platzer. Die erste Chance, dem „großen Drang herumzureisen“ nachzugehen, bekam er, als er als Teenager professionell zu singen begann und mit verschiedenen Wiener Chören unterwegs war.

Auch jetzt bewegt er sich allein schon wegen der Arbeit zwischen San Francisco, Singapur und England. Jetzt über Weihnachten und Neujahr ist Platzer mit seiner Familie auch wieder in Österreich. Zuhause sei für ihn einfach, „wo auch immer meine Frau und meine Tochter gerade sind“.

"Verbringe sehr viel Zeit mit Dingen die mir Spaß machen“

Nach der Matura im Gymnasium in Mödling und dem Abschluss an der Technischen Universität Wien hat Platzer zuerst bei der Boston Consulting Group in München gearbeitet. Auch nach Düsseldorf, Thailand, Singapur, Boston und Washington DC führten ihn seine beruflichen Wege. Anfang 2003 begann Platzer dann bei einem Hedgefond in New York City zu arbeiten, wo er auch bei einem Executive Programm der NASA teilnahm.

Bei dem anschließenden Studium der Weltraumwissenschaften in Straßbourg beschäftigte sich Platzer viel mit Nanosatelliten. Vor einigen Jahren gründete Platzer dann die Firma „Spire“ in San Francisco, die sich genau mit dieser Technologie beschäftigt. Auf die viele Arbeit angesprochen, relativiert Platzer gleich, denn „ich muss ehrlich sagen, ich arbeite zwar viel, aber ich verbringe sehr viel Zeit mit Dingen, die mir Spaß machen“.

Größtes Ziel sei im Moment das Wachstum der Firma. „Sowohl in der Größe als auch im Bereich unserer Kunden“, so Platzer. Die Zahl der Beschäftigten soll sich in den nächsten zwei Jahren von 120 Beschäftigten auf 250 erhöhen. „Das wäre der nächste große Schritt.“

Im Moment könne sich Platzer überhaupt nichts vorstellen, was er lieber machen würde als die Arbeit in der Firma. Denn die Möglichkeiten dort seien „so grenzenlos wie der Weltraum“.

Artikel #26808774