St. Coronas Mini-Welt. Miniatur-Dörfchen / Rudolf Steinmair aus St. Corona am Schöpfl (Bezirk Baden) hat mit viel Liebe zum Detail ein Minimundus aus Holz geschaffen. Das nächste Häuschen ist schon geplant.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 31. März 2014 (23:59)
NOEN, DIETMAR HOLZINGER

Rudolf Steinmair baut Häuser aus Holz. An Details mangelt es denen nicht: Von den Dachschindeln bis zum Balkongeländer, von Vorhängen bis zum Wetterhahn ist alles da. Allerdings sind es nicht irgendwelche Häuser, die der 76-Jährige aus St. Corona am Schöpfl erschafft: Er fertigt Häuschen im Miniatur-Format.

Ein eigenes Mini-Dörfchen aus Holz hat er angelegt, gut sichtbar in Straßennähe am Ortsrand von St. Corona stationiert. „Der Grund gehört meiner Nichte, sie hat gemeint, ich kann damit machen, was ich will“, schmunzelt Steinmair. „Es bleiben auch oft Leute stehen und wollen wissen, was ich für so ein Häuschen verlange. Aber ich verkaufe an Fremde nichts.“ Nur für gute Bekannte zimmert Steinmair ab und an ein Mini-Häuschen oder auch ein Vogelhäuschen für den Garten zusammen – als Geschenk.

Nachts wird die Mini-Welt erleuchtet

Mit Zusammenbauen der Miniatur-Häuser allein ist es für den Pensionisten aber noch nicht getan: Jedes Jahr streicht er seine Werke neu. „Sie stehen ja das ganze Jahr draußen. In der Nacht werden da auch die Lichter aufgedreht“, verrät der 76-Jährige. Und im Winter wird alles weihnachtlich dekoriert.

Steinmair ist gelernter Bau- und Möbeltischler. „Das hat mich aber nie so interessiert“, erzählt der 76-Jährige. Beruflich hat er daher am Bau und später bei der Bahn gearbeitet. Die Liebe zu Tischlerarbeiten im Mini-Format hatte er schon länger, mit dem Bau von Miniaturhäusern begann er vor 20 Jahren.

Und diese Leidenschaft lebt er gerne aus: Bis ins kleinste Detail bastelt der Pensionist an seinen Mini-Häuschen, alle Zaunlatten und Fensterläden sind von ihm selbst aus Lärchenholz gefertigt. Nur beim Nähen der Vorhänge, da holt er sich die Hilfe seiner Gattin. Herzstück seines Dörfchens aus Holz ist der Nachbau der Kirche von St. Corona. Aber auch etwa das eigene Wohnhaus und eine Brunnenanlage sind im „Minimundus von St. Corona“ zu finden. Wie lange er an einem „Gebäude“ arbeitet? „Das kann ich gar nicht sagen. Ich lass’ die Arbeit ja oft auch liegen und mach’ was anderes dazwischen.“

Die Chancen, dass St. Coronas Miniwelt weiterwachsen wird, stehen übrigens mehr als gut: Steinmair plant den Bau eines weiteren Häuschens. Was es wird, das verrät er aber noch nicht.