Natur im Garten: Eine nachhaltige Idee erobert Europa. Ökologisches Garteln hat nicht nur Niederösterreich und Österreich in seinen Bann gezogen.

Von Walter Fahrnberger. Erstellt am 07. Oktober 2020 (05:19)
An den Zäunen in Niederösterreichs Gärten wurde die „Natur im Garten“-Plakette bereits 17.000 Mal montiert. Landesrat Martin Eichtinger zeigt vor, wie es geht.
Imre Antal

Begonnen hat alles im Jahr 1999. Damals wurde vom nunmehrigen Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka in seiner Funktion als NÖ-Umweltlandesrat die Bewegung „Natur im Garten“ initiiert. Die Idee dahinter war klar. Mit der Ökologisierung der Gärten soll die biologische Vielfalt gefördert – und somit ein wesentlicher Beitrag für den Umweltschutz geleistet werden.

Damit einher geht der Verzicht von Pestiziden sowie chemisch-synthetischem Dünger und Torf. „Wer seinen Garten ökologisch pflegt, der schont Boden und Wasser und fördert die Artenvielfalt“, weiß der aktuelle Umweltlandesrat Martin Eichtinger (ÖVP).

„Wer seinen Garten ökologisch pflegt, der schont Boden und Wasser und fördert die Artenvielfalt.“ Umweltlandesrat Martin Eichtinger

21 Jahre nach dem Start der Aktion wurden in Niederösterreich bereits über 17.000 „Natur im Garten“-Plaketten an Besitzer heimischer Gärten vergeben. Auch 412 der 573 Gemeinden im Bundesland setzen bereits auf nachhaltige Bewirtschaftung ihrer Grünflächen. „Natur im Garten“-Partner gibt es unter den Tourismusbetrieben mit den Schaugärten, in Gesundheitseinrichtungen, im Wohnbau, beim Bundesheer und mittels einer Kooperation mit der Donau Uni Krems. Doch die Idee hat sich nicht nur in Niederösterreich manifestiert.

Seit September dieses Jahres sind alle Bundesländer Österreichs Partner von „Natur im Garten“. „Der Trend des ökologischen Gartelns erobert nun auch Europa“, freut sich Eichtinger.

Nachdem sich seit 2012 der internationale Verein „European Garden Association – Natur im Garten International“ für eine Verankerung der Idee in den Förderungen der EU einsetzt, ziert die Plakette mit dem Igel auch Gartenzäune der Naturliebhaber in Deutschland, Schweiz, Tschechien, Liechtenstein, Südtirol und in der Slowakei. Erst vor wenigen Wochen wurde diese auch im Garten der Botschaft am Heiligen Stuhl im Vatikan feierlich angebracht.

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