Spital oder Hausarzt?. Die telefonische Gesundheitsberatung 1450 hilft bei der Frage, welche Anlaufstelle persönlich die richtige ist.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 23. Januar 2018 (00:25)
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Bei der Frage, an wen man sich bei einzelnen gesundheitlichen Problemen, wie Kreuzschmerz, wenden kann, unterstützt die telefonische Gesundheitsberatung.

Egal ob bei Fieber, Insektenstichen, Übelkeit … wer sich fragt, ob er mit seinem gesundheitlichen Problem besser die Rettung rufen, den Hausarzt aufsuchen oder in die Apotheke gehen sollte, kann seit Anfang 2017 bei der telefonischen Gesundheitsberatung 1450 anrufen. „Das spart Wege, Zeit, Wartezeiten und gibt den Menschen Sicherheit“, betont Alexander Biach, Vorstandsvorsitzender im Hauptverband der Sozialversicherungsträger.

Worum es dabei geht? „Die Patienten benötigen eine Einschätzung der Dringlichkeit ihres Problemes“, so Landesrat Ludwig Schleritzko. Wie die bisherigen Gespräche gezeigt haben, ist das auch sinnvoll. Immerhin: „Ohne eine 1450-Beratung wären mehr als die Hälfte der Anrufer direkt in eine Notaufnahme gegangen oder hätten die Rettung gerufen“, so Schleritzko. Oft war dies aber nicht notwendig. „Mehr als die Hälfte der Anrufer konnten an die Ärzte im niedergelassenen Bereich weitergeleitet werden. Bei rund 15 Prozent der Anfragen war der Rettungsdienst die richtige Antwort.“ Und: Rund 800 Anrufer erhielten Hinweise, wie sie sich selbst versorgen können.

Übrigens: „In städtischen Ballungsräumen rufen die Menschen sehr schnell die Rettung, in ländlichen Räumen eher zu spät“, so Christof Constantin Chwojka, Geschäftsführer Notruf NÖ. Sollte übrigens jemand bei 1450 anrufen, aber einen Notfall haben, ist das kein Problem – insbesondere nicht in NÖ, wo die 1450, 144 und 141 vom Notruf NÖ betreut werden.

Zurzeit gibt es die Hotline nur in Vorarlberg, Niederösterreich und Wien. Bisher gab es mehr als 46.000 Anrufe mit rund 33.500 Beratungen. Das Projekt befindet sich in der Pilotphase, 2018 wird evaluiert.

www.1450.at