Alois Vogel: Ein Lyriker im Weinviertel

Erstellt am 04. Juni 2022 | 05:43
Lesezeit: 2 Min
Der Schriftsteller Alois Vogel lebte jahrelang im Bezirk Hollabrunn.
Der Schriftsteller Alois Vogel lebte jahrelang im Bezirk Hollabrunn.
Foto: P. P. Wiplinger
Alois Vogel stammte aus Wien, lebte aber fast drei Jahrzehnte in Pulkau.
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Der Schriftsteller und Lyriker Alois Vogel wurde am 1. Jänner 1922 in Wien geboren. Weil seine Eltern kein Studium finanzieren konnten, absolvierte er eine Feinmechanikerlehre. Im Zweiten Weltkrieg musste Vogel als Soldat der Deutschen Wehrmacht dienen. Nach dem Krieg begann er ein Studium der Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien.

Erste Erzählungen erschienen 1954 und 1956 in der Anthologie „Stimmen der Gegenwart“, herausgegeben von Hans Weigel. 1959 veröffentlichte Vogel sein Romandebüt „Das andere Gesicht“ und arbeitete anschließend als freier Schriftsteller. 1971 war Vogel an der Gründung der Literaturzeitschrift „Podium“ beteiligt, überdies war er Herausgeber der Zeitungen „Konfigurationen“ und „Lyrik aus Österreich“. Vogels Werke beschäftigen sich vor allem mit dem Österreich der Zwischenkriegszeit und spiegeln seine Jugend in den Arbeiterbezirken Wiens wider.

Ab 1976 wohnte Vogel in Pulkau, wo er am 2. April 2005 starb. 1977 erhielt er den Kulturpreis des Landes NÖ.

Am 15. April 2007 wurde aus Anlass seines zweiten Todestages im Pöltingerhof in Pulkau eine Gedenktafel enthüllt.