Heinrich Maier: Widerstand von der Kanzel

Erstellt am 29. Mai 2022 | 05:03
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„Für Christus, den König! Es lebe Österreich!“ Die letzten Worte von Heinrich Maier.
„Für Christus, den König! Es lebe Österreich!“ Die letzten Worte von Heinrich Maier.
Foto: unbekannt
Der Theologe Heinrich Maier wurde von den Nazis hingerichtet.
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Die Hinrichtung des Kaplans Heinrich Maier im Landesgericht Wien durch das Fallbeil am 22. März 1945 fand am letzten Hinrichtungstag vor der Befreiung Wiens durch die Rote Armee statt.

Geboren wurde der spätere Doppel-Doktor am 16. Februar 1908 in Großweikersdorf (Bezirk Tulln) als Sohn eines Eisenbahners. Maier besuchte Gymnasien in St. Pölten und Leoben, 1926 trat er in das Wiener Priesterseminar ein und begann ein Theologiestudium an der Universität Wien. Von 1928 bis 1930 studierte er in Rom Philosophie. Nach der Priesterweihe 1932 wirkte Maier als Kaplan in Schwarzau am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) und in Mödling, ab 1935 in Wien-Gersthof.

Ab 1940 arbeitete Maier mit einem Netzwerk von Widerstandsgruppen, betrachtete den Widerstand als eine Pflicht. Ende März 1944 wurde er von der Gestapo nach der Frühmesse in Gersthof verhaftet und im Oktober 1944 mit sieben weiteren Widerstandskämpfern zum Tod verurteilt. Im KZ Mauthausen wurde er gefoltert, um Informationen über den Widerstand aus ihm herauszupressen. Schließlich wurde er nach Wien zur Hinrichtung gebracht.