Eine Leopold-Feier mit der passenden Abendröte. Gerührte Preisträger, berührte Juroren und viele Blicke in Juroren und viele Blicke in die Zukunft beim Fest über dem St. Pöltner Kulturbezirk.

Von Anna Hlawatsch. Erstellt am 15. November 2016 (03:17)
NÖN, Erich Marschik
Die Gastgeber und der Entertainer: NÖ Pressehaus-Aufsichtsratspräsident Johann Hörndl (ganz links), NÖN-Geschäftsführerin Lydia Gepp und NÖN-Geschäftsführer Friedrich Dungl mit NÖN-Leopold-Juror und NÖ-Theaterfest-Obmann Werner Auer (2. v. l.) bei der 17. NÖN-Leopold-Verleihung.

Mutig, selbstlos und engagiert: Das sind die Stars des Abends bei der NÖN-Leopold-Verleihung 2016. So viel Courage und so viel Begeisterung sieht man nicht jeden Tag, da waren sich Landeshauptmann Erwin Pröll und NÖN-Chefredakteur Martin Gebhart einig.

NÖN, Erich Marschik
Führte souverän durch die Leopold-Feier: Moderator Andy Mark (M.) auf der Bühne im Gespräch mit Landeshauptmann Erwin Pröll und NÖN-Chefredakteur Martin Gebhart. Wegen der Turbulenzen bei Rapid wäre er aber fast zu spät zur Veranstaltung gekommen.

So einzigartig wie die Geschichten war auch das Ambiente der 17. Ausgabe des NÖN-Leopold. Denn nach sieben Jahren (Gala-)Pause wurde die Preisvergabe erstmals wieder im feierlichen Rahmen zelebriert – im gläsernen Dach-Foyer der Niederösterreichischen Versicherung im St. Pöltner Kulturbezirk. Da fragte sich wohl mancher: Wie passt der Leopold zur NV? „Wunderbar“, schwärmte Hausherr Hubert Schultes . Und meinte in Richtung Zukunft: „Gerne wieder hier!“

NÖN, Erich Marschik
Noch mehr Juroren: Brigadier Martin Jawurek vom Militärkommando (ganz links) und Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner (2. v. r.) mit den beiden Präsidenten des Niederösterreichischen Roten Kreuzes Josef Schmoll (2. v. l.) und Willibald Sauer.

Auch die NÖN-Leopold-Ehrengäste zeigten sich vom Ambiente begeistert. Darunter die „Gründungsmitglieder“ des NÖN-Leopold Martin Lammerhuber (heute Kultur-Regions-Geschäftsführer) und Elke Nolz (heute bei der NÖ Versicherung) oder auch Landesausstellungs-Geschäftsführer Guido Wirth und sein künstlerischer Leiter Kurt Farasin , NÖ-Werber Christoph Madl , NÖ Gemeindebundpräsident Alfred Riedl , NÖ Grünen-Landessprecherin Helga Krimser-Huber und Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager . Oder auch NÖ Fußballpräsident Hans Gartner , NÖ Regional-Geschäftsführer Walter Kirchler , Dorferneuerungsobfrau Maria Forstner oder Geschäftsführerin Karin Weißenböck vom Moorheilbad Harbach. Und von der Stadt St. Pölten waren Stadträtin Ingrid Heihs und Gemeinderat Mario Burger gekommen.

NÖN, Erich Marschik
Der erst 13-jährige NÖN-Leopold-Preisträger in der Kategorie Courage, Dominic Kravolec, mit seiner stolzen Familie: Vater Martin (ganz links) mit Freundin Petra und Großvater Franz.

Die Draufgabe war dann die einsetzende Abendröte, die sich über das benachbarte Landhaus legte und mit der Einladung zum üppig bestückten Buffet einherging.

Nicht verwunderlich, dass da der ein oder andere wie etwa „Wirtschafts“-Juror und EVN-Vorstand Peter Layr oder „Courage“-Juror und ORF-NÖ-Landesdirektor Norbert Gollinger bei Saltimbocca, Tafelspitz mit Apfelkren und Erdäpfel-Kürbis-Gröstl gerne zugriff – während andere schon in die Zukunft schauten.

NÖN, Erich Marschik
NÖN-Leopold-Juroren unter sich: „Wirtschafts“-Juror und EVN-Vorstandsdirektor Peter Layr (links) mit „Courage“-Juror und ORF-NÖ-Landesdirektor Norbert Gollinger und „Kultur“-Juror, NÖ Versicherungs-Generaldirektor und Hausherr Hubert Schultes in der Mitte.

So auch NÖN-Leopold-„Kultur“-Preisträger Peter Turrini , der sich von der Ansprache seiner Laudatorin Marie Rötzer gerührt zeigte. Und der gar nicht abgeneigt wäre, noch einmal einen der bronzenen Helden mit nach Hause zu nehmen: „Also Nein würde ich nicht sagen“, scherzte Turrini.

NÖN, Erich Marschik
So viel Kultur auf einem Bild: NÖN-Leopold-Preisträger Peter Turrini (ganz links) mit Lebensgefährtin und Autorin Silke Hassler (2. v. r.), Laudatorin Marie Rötzer vom Landestheater NÖ sowie NÖN-Kultur-Chef Thomas Jorda.

Michaela Dorfmeister war unterdessen berührt vom Einsatz der Bergrettung NÖ/Wien. Denn die Olympiasiegerin und fünffache NÖN-Leopold-Preisträgerin war in diesem Jahr Laudatorin der NÖN-Leopold-Kategorie Engagement. Es sei ihr besonders wichtig, dass die unentgeltliche Leistung der NÖ Bergrettung heute in diesem Rahmen honoriert worden wäre, so Dorfmeister. Sie selbst habe ihre fünf Leopold-Statuen in der Familie aufgeteilt. „Ich war nur der Entgegennehmer, jeder Einzelne in meiner Familie hat eine verdient. Also hab’ ich sie aufgeteilt. Die letzte, die ich 2006 erhalten habe, gehörte dann mir!“ Ob sie selbst noch einmal einen NÖN-Leopold erhalten möchte, tat Dorfmeister mit einem Lachen ab. „Erst für mein Lebenswerk mit 80“, entgegnete sie mit einem breiten Lächeln und zog sich sodann zum „Sportlertisch“ zurück.

NOEN, Erich Marschik
In gemeinsamer Sache unterwegs: Sportzentrum NÖ-Geschäftsführer Franz Stocher mit seinem „Sport“-Juroren-Kollegen Gunnar Prokop, Olympiasiegerin und NÖN-Leopold-Laudatorin Michaela Dorfmeister, NÖN Sport-Chef Bernhard Schiesser, „Sport“-Juror und SKN St. Pölten-Sportdirektor Frenkie Schinkels sowie Stefan Grubhofer von der Niederösterreich-Werbung.

Als weibliche Sportlerin war sie dort zwar ganz klar in der Unterzahl, beste Unterhaltung war aber bei der Überzahl an Fußballern garantiert. Die Ex-Teamkicker Toni Pfeffer , Frenkie Schinkels und NÖ Fußballverbandspräsident Johann Gartner waren sich einig, dass Tennisstar Dominic Thiem den NÖN-Leopold verdient gewonnen hatte. Gesprächsthema Nummer eins war aber nicht Tennis, sondern die Entlassung von Trainer und Sportdirektor bei Rapid. Auch Rapid-Stimme Andy Marek waren die Turbulenzen anzumerken.

In puncto Nachfolge hatte ausgerechnet Austria-Ikone Toni Pfeffer die richtige Nase. Er tippte auf Alt ach-Coach Damir Canadi. „Wenn sie sich trauen! Schließlich hat Canadi einmal für die Austria gespielt, und so etwas sieht der Rapid-Anhang nicht gern“, schränkte Pfeffer noch ein. Am Freitag war dann klar: Die Grünen trauten sich …