Erstellt am 06. März 2018, 02:34

von NÖN Redaktion

Braucht es bei uns ein Dieselfahrverbot in Städten?. Wie denkt ihr darüber? Macht mit und stimmt ab!

Symbolbild  |  RikoBest/Shutterstock.com

PRO: Johannes Wahlmüller, Klimasprecher Global 2000

Johannes Wahlmüller  |  Ingo Pertramer

Das deutsche Gerichtsurteil ist bahnbrechend, weil es die Politik angesichts drohender Fahrverbote zum Handeln zwingt. Die schamlose Abgaswertemanipulation der Autohersteller ist kein Kavaliersdelikt. Laut Europäischer Umweltagentur sterben in Österreich jährlich 1.140 Menschen vorzeitig an den Folgen von Stick-oxidemissionen erkranken an Asthma oder erleiden Herz-Kreislauferkrankungen.

Hinter den Zahlen stehen Freunde, Mütter, Väter, Söhne oder Töchter. Es geht um unser Recht auf saubere Luft, das uns die Politik wieder geben muss. Das Mindeste ist die Ausstattung betroffener Fahrzeuge mit wirksamer Abgasreinigung auf Herstellerkosten. Vor allem aber braucht es eine Mobilitätswende. Eine Idee wäre ein günstiges Öffi-Jahresticket für ganz Österreich.

KONTRA: Wolfgang Schirak, Fachgruppenobmann Fahrzeughandel WKNÖ

Wolfgang Schirak  |  zVg

Ich bin strikt dagegen! Die Benziner stoßen mehr Kohlendioxid aus als die Diesel – und sind somit auch „schädlich“, aber auf eine andere Art und Weise. Das deutsche Urteil sagt aus, dass die Bürgermeister für ihre Städte ein punktuelles Dieselfahrverbot verhängen „können“, nicht „müssen“. Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, wie das Ganze kontrolliert werden soll?

In Österreich gibt es 2,4 Millionen Diesel-Pkw mit maximal Euro 5, 350.000 Diesel-Pkw haben die aktuellste Abgasnorm, die Euro 6. Das schau ich mir an, wenn ein Politiker 2,4 Millionen Österreichern verbietet, mit dem Auto zu fahren. Nein, die Bevölkerung darf hier nicht die Zeche zahlen! Ich bin für eine Verschrottungsprämie, das hatten wir schon mal, das war eine erfolgreiche Aktion …

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