Österreich

Erstellt am 09. Oktober 2018, 02:25

E-Autos im Straßenverkehr bevorzugen?. Wie denkt ihr darüber? Macht mit und stimmt?

KONTRA:Christian GratzerSprecher VCÖVCÖ  |  Smile Fight/Shutterstock.com

PRO: Franz Pfeiffer, ÖAMTC-Regionalsleiter NÖ

Franz Pfeiffer  |  ÖAMTC

Den Plan, Busspuren für Elektroautos zu öffnen, sieht der ÖAMTC positiv. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass diese Maßnahme für Autofahrer in Städten ein besonders großer Anreiz ist, sich ein E-Auto anzuschaffen. Klar ist aber auch, dass es sich dabei nur um eine temporäre Aktion handeln kann.

In Oslo zum Beispiel wurde 2017 die uneingeschränkte Benützung von Busspuren für Elektroautos wieder aufgehoben, weil diese durch die vielen Fahrzeuge verstopft wurden – jetzt müssen dafür mindestens zwei Personen in einem Elektrofahrzeug sitzen, um eine Busspur nutzen zu dürfen. Auch die IG-L Aufhebung für Elektrofahrzeuge begrüßen wir und haben keine Bedenken bezüglich unterschiedlicher Geschwindigkeiten, da es die heute schon gibt.

KONTRA: Christian Gratzer, Sprecher VCÖ

Christian Gratzer  |  VCÖ

Die massive Zunahme des Kfz-Verkehrs treibt die klimaschädlichen Emissionen in die Höhe. Der VCÖ begrüßt das Ziel der Regierung, die CO 2 -Emissionen des Verkehrs bis 2030 um ein Drittel zu reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es wichtig, dass wir häufiger mit Bahn, Bus oder bei kürzeren Strecken mit dem Rad fahren statt mit dem Auto. Und es braucht mehr E-Mobilität. Ist dafür eine Bevorzugung der E-Autos nötig?

Nein. Wenn die Öffnung von Busspuren für E-Autos dazu führt, dass Bus-Pendler im Stau stehen, ist das der falsche Weg. Der Hauptgrund, warum so wenige E-Autos auf der Straße fahren, ist die mangelnde Anzahl an Modellen. Die Politik kann das ändern, durch gesetzliche Vorgaben für die Hersteller und durch steuerliche Anreize.

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