Frauenvolksbegehren: 30-Stunden-Woche?.

Erstellt am 07. Juni 2017 (02:29)
 
C. Glanzl

PRO: Schifteh Hashemi, Initiatorin Volksbegehren

Schifteh Hashemi
K. Satori

Eine Arbeitszeitreduktion ermöglicht es Frauen und Männern, gleichermaßen bezahlter Erwerbsarbeit und unbezahlter Sorgearbeit (Kinderbetreuung, Hausarbeit, Pflege von Angehörigen) nachgehen zu können. Denn Sorgearbeit ist gesellschaftlich genauso wertvoll, sie ist aber unbezahlt und wird zu zwei Drittel von Frauen geleistet. Diese Zeit fehlt Frauen am Arbeitsmarkt. Das drückt sich in hohen Teilzeitquoten, geringeren Gehältern und weniger Sichtbarkeit aus. Eine 30-Stunden-Woche könnte diese Schieflage beseitigen.

KONTRA: Katharina Braun, Familienrechtsanwältin

Katharina Braun
D. Mitterer

Meines Erachtens den Frauen viel förderlicher wäre ein verpflichtendes Pensionssplitting; daher der besser verdienende Ehepartner tritt Pensionsgutschrift an den Ehepartner ab (sogenannter Versorgungsausgleich). Wollen Frauen einen Platz im öffentlichen Leben und Führungspositionen einnehmen, so müssen sie aber auch bereit sein, den Preis dafür zu bezahlen, und dieser ist weniger Zeit mit der Familie, den Kindern zu verbringen. Denn das ist der Preis, den auch die meisten Karrieremänner – für ihre Karriere – zahlen müssen.

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