Erstellt am 17. Januar 2017, 02:45

von NÖN Redaktion

Fußball-WM: Ist die Anhebung auf 48 Teams sinnvoll?. Wie denkt ihr darüber? Diskutiert mit und stimmt ab!

   |  AFP/ Coffrini

PRO: Stefan Maierhofer, Ex-Teamspieler aus Gablitz.

Stefan Maierhofer  |  Marschik

Ja, ist sie. Die Frage ist natürlich für wen? Ich werte das als gutes Zeichen für kleinere Fußballnationen, dass sie jetzt bessere Chancen haben, sich für ein Mega-Event wie die Fußball-WM zu qualifizieren. Und da zähle ich auch Österreich dazu. Okay, wir waren dank einer grandiosen Qualifikation als Gruppenerster bei der EM dabei, das wird uns aber nicht immer gelingen.

Auch von der Aufstockung der EM-Endrunde wird Österreich noch profitieren. Da bin ich ganz sicher. Und bei der WM kann es ähnlich sein. Klar sträuben sich die großen Nationen wie Deutschland, England und Spanien dagegen. Zumindest das Argument der größeren Belastung für die Superstars hinkt aber gewaltig. Es bleibt nämlich auch im neuen Modus bei sieben Spielen bis zum Titel.

KONTRA: Georg Pangl, Generalsekretär der Vereinigung europäischer Profiligen (EPFL)

Georg Pangl  |  APA/Neubauer

Nein, ist sie nicht. Durch die Erhöhung der Anzahl der Teams wird die Qualität verwässert. Das allgemeine Interesse wird darunter leiden. Es gibt weltweit 211 Verbände. Wenn sich 48 Nationen qualifizieren, dann heißt das, dass sich ein Viertel davon für eine WM-Endrunde qualifiziert. Viele waren von der letzten EM begeistert, weil Underdogs wie Island für Überraschungen gesorgt haben.

Ich gebe aber zu bedenken, dass die Nationalteams nicht überall auf der Welt, sprich in anderen Kontinentalverbänden, diese Qualität haben. Die Entscheidung der FIFA ist so zu akzeptieren, ich meine aber, dass man dem Fußball damit einen Bärendienst erweist. Die Weltmeisterschaft im Fußball ist ein Premiumprodukt, das mit dieser Aufstockung nachhaltig beschädigt wird.

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