Ist ein Fahrverbot vor Schulen sinnvoll?. Wie denkt ihr darüber? Macht mit und stimmt ab!

Erstellt am 12. September 2017 (02:48)
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Symbolbild

PRO: Christian Gratzer, Verkehrsclub Österreich (VCÖ)

Reinhard Öhner
Christian Gratzer, Sprecher Verkehrsclub Österreich.

Der Schulweg ist für Kinder wichtig. Sie lernen richtiges Verhalten im Verkehr, sie sind so auch in der Freizeit sicherer unterwegs. Eltern, die ihr Kind mit dem Auto direkt zum Schuleingang chauffieren, nehmen ihrem Kind diese Chance. Zudem verursachen die Elterntaxis ein für die Kinder gefährliches Verkehrschaos. Immer mehr Schulen suchen Lösungen.

In Südtirol bewährt sich seit über 25 Jahren die Schulstraße. Für 15 bis 20 Minuten vor Unterrichtsbeginn wird die Zufahrt zur Schule gesperrt. Das Ergebnis: kein Chaos vor der Schule, mehr Sicherheit für die Kinder. Aus Sicht des VCÖ soll die Schulstraße auch in Österreich umgesetzt werden. Natürlich nicht bei
allen Schulen, aber dort, wo es verkehrstechnisch möglich ist.

KONTRA: Klaus Robatsch,  Forschungsleiter, Kuratorium für Verkehrssicherheit

KFV
Klaus Robatsch

Österreichs Straßenverkehr muss so gestaltet sein, dass sich Kinder dort möglichst sicher bewegen können. Allerdings müssen Kinder nicht nur im unmittelbaren Schulumfeld, sondern im gesamten Verkehrsraum möglichst gut geschützt werden. Zur Verkehrsberuhigung direkt vor Schulen stehen bereits jetzt zahlreiche effiziente Möglichkeiten zur Verfügung:

Die Palette der möglichen Maßnahmen reicht hier von der Errichtung von Tempo-30-Zonen über Begegnungszonen und Wohnstraßen bis hin zu Fahr- und Halteverboten. Die Liste der Optionen zur sicheren Gestaltung des Verkehrsraums ist lang. Unter Zusammenarbeit von Behörden und Sicherheitsexperten kann so für jede Situation eine individuelle Lösung erarbeitet werden.

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