Ist ein Pfand auf Einweg-Plastikflaschen sinnvoll?. Wie denkt ihr darüber? Macht mit und stimmt ab!

Erstellt am 19. September 2017 (01:49)
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Symbolbild

PRO: Christian Pladerer, Österreichisches Ökologie Institut

pulswerk gmbh
Christian Pladerer

Grundsätzlich muss man unterscheiden zwischen Pfand auf Einweg- oder Mehrweggetränkeverpackungen. Aus ökologischer und ökonomischer Sicht sind regionale Mehrwegsysteme immer besser. Einweg hat aber einen gewissen Bequemlichkeitsfaktor für die KonsumentInnen, da sie die Verpackungen nicht mehr zurückbringen müssen.

Das würde beim Pfand auch auf Einwegflaschen wegfallen und die Wahl fällt im Geschäft dann hoffentlich auf die umweltfreundliche Mehrweg-Flasche. Ein weiterer Vorteil einer Einweg-Pfandlösung ist, dass viel weniger Verpackungsmüll in der Natur, in Parks oder auf Straßen landet. Und zuletzt kann der Handel durch ein Pfand-System sortenreine Fraktionen an die Verwertungs-Industrie zurückführen.

KONTRA: Hans Roth, Präsident vom Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB)

VOEB

Die Notwendigkeit von Pfand auf Einweg-Plastikflaschen ergibt sich für mich nicht, da die Recyclingquote von Plastikflaschen in Österreich ohnehin bei 70 Prozent liegt. Solange wir diese Quote beibehalten, spricht auch nichts für ein Pfand-System wie es beispielsweise in Deutschland der Fall ist. Zusätzlich ist das derzeitige System auch deutlich billiger.

Bei einem Pfandsystem müssten wir noch zusätzliche Automaten aufstellen. Bei uns zahlt der Konsument die Entsorgungsgebühr beim Kauf mit. Und in Wahrheit wird auch der gestraft, der viele Flaschen kauft. Man muss die Öffentlichkeitsarbeit in diesem Bereich nur weiter forcieren und an die Bevölkerung appellieren, alles was Kunststoff ist, im gelben Sack beziehungsweise in der gelben Tonne zu entsorgen.

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