Ist maschinelle Beschneiung gerechtfertigt?.

Erstellt am 09. Januar 2018 (02:01)
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Symbolbild

PRO: Wolfgang Labenbacher, Präsident Landesskiverband Niederösterreich

Landesskiverband Niederösterreich
Wolfgang Labenbacher

Der Skisport ist eine wunderbare, sehr gesunde Sportart, die vielen Menschen Freude bereitet. Der Einsatz von Maschinenschnee und die moderne Pistenpräparierung ermöglichen die kontinuierliche Ausübung während der Wintermonate in unseren Breiten und Höhenlagen. Der Rennsport könnte ohne diese Entwicklung nicht betrieben werden. Umweltbedenken wegen der Schneeerzeugung habe ich keine.

Die Kontrollen und Auflagen bezüglich Wasser sind äußerst streng. Es gibt in NÖ nur einige wenige Pisten, die beschneit werden. Welche Sportart könnte ohne Energieeinsatz ausgeübt werden? Die wirtschaftlichen Aspekte, wie Tourismus, Herstellung der Sportgeräte und der Anlagen, die Wertschöpfung insgesamt durch den Skisport ist positiv zu beurteilen.

KONTRA: Franz Maier, Bereichsleiter Natur & Ressourcen der Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu)

Doris Seebacher
Franz Maier

Geht man vom Jahresverbrauch eines Zwei-Personen-Haushalts aus, wird laut Alpenverein für einen Hektar Kunstschnee mehr als 20 Mal so viel Wasser und sieben Mal so viel Strom verbraucht – bei einer einzigen Beschneiung!

Problematisch ist beim Kunstschnee vor allem also der hohe Wasser- und Stromverbrauch, darüber hinaus werden aber auch Schäden an der Natur durch Speicherteiche und Anlagenbau kritisiert. Punktuelle Beschneiung ja, aber die Existenz eines Skigebietes darf langfristig nicht auf Kunstschnee gebaut sein.

Bei Wasserknappheit muss 100 % Vorrang für die Trinkwasserversorgung gelten. Für Tourismusdestinationen ist wichtig, in Zukunft auf naturnahen Ganzjahrestourismus zu setzen – auch als Anpassungsmaßnahme an den Klimawandel.

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