Ist WLAN in Kindergärten und Volksschulen angebracht?. Wie denkt ihr darüber? Macht mit und stimmt ab!

Erstellt am 27. März 2018 (00:37)
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Symbolbild

PRO: Barbara Buchegger, Pädagogische Leiterin der Initiative Saferinternet.at

Saferinternet.at
Barbara Buchegger

Es bedarf hier einer Unterscheidung zwischen Kindergarten und Volksschule. Im ersten Fall sollte der Einsatz nur sehr punktuell und mit Bedacht erfolgen. Unsere Erfahrungen zeigen, dass in diesem Bereich kaum Geräte verwendet werden. Gleichzeitig können „Learning-Apps“ und der Einsatz von Tablets im Bereich der Sprachförderung durchaus sinnvoll sein.

Es handelt sich um eine spielerische Ergänzung. In Volksschulen gehört die digitale Grundausbildung vielerorts zum Lehrplan. Um die Schulung im Umgang mit digitalen Medien zu garantieren, werden häufig Geräte zur Verfügung gestellt. Um die darauf verwendeten Programme am aktuellen Stand zu halten, ist WLAN notwendig. Das Mitbringen eigener Smartphones ist in der Regel trotzdem verboten.

KONTRA: Liliane Schagerl, Diplomierte Kindergartenpädagogin, Obfrau Verein Waldweg

Kaiblinger
Liliane Schagerl

In der Kindergruppe Waldweg sind wir keine Technikverweigerer. Wir kommunizieren mit den Eltern per WhatsApp und E-Mail. In der Betreuungszeit steht für uns aber klar die Entwicklung emotional-sozialer Kompetenzen im Vordergrund. Kinder brauchen Betreuer, die sie unterstützen, ihre handwerklichen, musischen und sportlichen Talente zu entfalten. Darüber hinaus sollten Kinder bereits im frühen Alter ihr Konfliktlösungspotenzial entwickeln.

Dafür ist Interaktion zwischen den Kindern sowie liebevolle Anwesenheit Erwachsener notwendig. Es gibt dreijährige Kinder, die super mit dem Tablet sind, aber auf Waldboden nicht laufen können. Kinder müssen in diesem Alter lernen, mit ihrer Umwelt umzugehen, dazu gehört die Schulung der Körperwahrnehmung.

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