Leidet der Wirtshausgenuss bei Schichtbelegungen?. Wie denkt ihr darüber? Macht mit und stimmt ab!

Erstellt am 29. August 2017 (02:30)
M. Binder
 

PRO: Bernhard Degen, Falstaff Magazin Online-Chefredakteur

privat
Bernhard Degen

Ich komme gerade von einer USA-Reise zurück, wo ich mehrfach unangenehme Erfahrungen mit Schichtbelegungen in Restaurants gemacht habe. Auch in hochpreisigen Restaurants bekommt man nach dem Essen rasch das Gefühl vermittelt, dass man jetzt doch lieber gehen sollte. Das Personal ist dahingehend geschult, dass der Gast so rasch wie möglich abgefertigt wird. Der Wein wird so „pushy“ eingeschenkt, dass ja nichts mehr übrig ist, wenn der letzte Gang serviert wird. Einmal bekam ich sogar die Rechnung auf den Tisch geknallt, obwohl ich noch ein Dessert bestellen wollte. Restaurantbesuche in Österreich sind viel gemütlicher und mit Wein, Digestif und Kaffee lässt sich durchaus auch noch Umsatz machen.

KONTRA: Mario Pulker Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der WKO

Wirtschaftsbund NÖ/Fotograf Lechner
Mario Pulker

In Österreich sind Mehrfachreservierungen von Tischen eher noch ein Nischenprogramm. Vor allem, um einen großen Andrang von Gästen zu bewältigen, machen zeitlich begrenzte Reservierungen allerdings Sinn und sind daher in vielen Ländern – vor allem im gehobenen Segment – schon lange üblich. Echte Spitzengastronomie lässt sich ohne ein derartiges Reservierungssystem wirtschaftlich nur sehr schwer gewinnbringend führen. Einen Tisch nur einmal zu Mittag und am Abend zu vergeben, ist daher ein gewisses finanzielles Risiko. Letzten Endes darf man auch nicht vergessen, dass eine Schichtbelegung auch im klaren Interesse der Gäste liegt, da man für ein unvergessliches kulinarisches Erlebnis nicht monatelang auf der Warteliste stehen muss.

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