Erstellt am 06. November 2018, 02:24

von NÖN Redaktion

Martini Gansl – ein Muss im November?. Wie denkt ihr darüber? Macht mit und stimmt ab!

Symbolbild  |  alpenkoch/Shutterstock.com

PRO: Christian Wöber, Küchenchef, Mitinhaber Restaurant Das Wolf

Christian Wöber  |  kernmayer.com

Das Martini Gansl ist eine lieb gewonnene Tradition über Generationen hinweg. Wir erleben es im Restaurant als gemütliches Familienessen oder das Zusammenkommen von Freunden. Eine schöne Auszeit vom stressigen Alltagsleben. Dabei ist das Gansl auch ein schönes Beispiel von Nachhaltigkeit.

Verarbeitet wird das komplette Tier für Leberparfait, Einmachsuppe bis hin zum Ganslbraten – nichts wird sorglos weggeschmissen. Wie es uns schon die Großmutter beigebracht hat. Idealerweise werden dabei auch heimische Aufzüchter von Weidegänsen als Lieferant gewählt.

Das garantiert kurze Lieferwege, artgerechte Haltung, qualitativ bestes Fleisch und unterstützt die heimische Agrarwirtschaft.

KONTRA: Thomas Schwingenschlöger, Internist, Rheumatologe, Ernährungsmediziner

Thomas Schwingenschlöger  |  privat

Der Verzehr von Gänsen war früher den hohen Herren vorbehalten und gilt bis heute als Delikatesse. Gegen ein gelegentliches Gansl-Essen ist sicherlich nichts einzuwenden. Aber heute dauert die Ganslsaison schon viele Wochen an. Dieser übermäßige Genuss kann leider unangenehme Folgen für unsere Gesundheit haben.

Zu viel Fleisch mit einem hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren führt zu Verkalkungen unserer Blutgefäße. Denn diese Fettsäuren werden in Stoffe wie Arachidonsäure umgewandelt, die Entzündungsvorgänge im Körper fördern.

Auch rheumatische Erkrankungen werden negativ beeinflusst. Die Folgen sind geschwollene, steife und schmerzhafte Gelenke. Außerdem löst ein übermäßiger Fleischkonsum Gicht aus.

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