Erstellt am 07. August 2018, 01:33

von NÖN Redaktion

Sind acht Monate Bundesheer sinnvoll?. Wie denkt ihr darüber? Macht mit und stimmt ab!

KONTRA:Hannah LutzVorsitzende Österreichische Hochschülerschaft  |  Bundesheer/Gerald Grestenberger

PRO: Isabell Reisinger, Rekrutin beim Bundesheer

Isabell Reisinger  |  Bundesheer/ Timon Medved

Ich habe mich freiwillig für ein Jahr verpflichtet und absolviere nun seit vier Monaten den Grundwehrdienst beim Bundesheer.

Momentan liegt der Schwerpunkt meiner Ausbildung in der Fachausbildung als Artilleristin. Die militärische Ausbildung umfasst theoretische und praktische Inhalte, ich finde sie interessant, aber auch sehr fordernd. Mit einem längeren Wehrdienstmodell hätten die Rekruten wieder mehr Zeit für die Ausbildung und man könnte somit mehr und intensiver üben.

Wenn Einsätze nach Katastrophen oder Grenzeinsätze zusätzlich zu bewältigen sind, bleibt dafür leider wenig Zeit. Eine Erhöhung würde also mehr Zeit für unsere Ausbildung bedeuten.

KONTRA: Hannah Lutz, Vorsitzende Österreichische Hochschülerschaft

Hannah Lutz  |  Abd El Hamid Lashin

Mit dem aktuellen Vorschlag des Verteidigungsministers Kunasek, den Wehrdienst von sechs auf acht Monate zu verlängern, werden erneut Budgetprobleme auf dem Rücken junger Menschen ausgetragen!

Nach einigen Kürzungen im Bereich der Jugend reiht sich hier der nächste Vorschlag ein, der völlig an den Bedürfnissen der jungen Leute vorbei geht. Schon jetzt ist es nicht für alle jungen Männer ein Leichtes, sich diese Zeit auch finanzieren zu können.

Wir sollten uns eher darum kümmern, dass alle jungen Menschen finanziell abgesichert sind, anstatt Ideen aus dem 19. Jahrhundert, die nicht mehr in die Realität passen, in die Länge ziehen zu wollen.

Es bleibt nur zu hoffen, dass von einem solchen Unsinn schnell wieder abgesehen wird!

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