Sind Studiengebühren für Berufstätige vertretbar?.

Erstellt am 30. Januar 2018 (02:32)
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Symbolbild

PRO: Eva Blimlinger, Präsidentin der Universitätenkonferenz

Claudia Rohrauer
Eva Blimlinger

Studiengebühren für berufstätige Studierende, die ihr Studium durch Erwerbsarbeit finanzieren müssen und vielleicht drei vier Semester länger brauchen, sollten nicht eingehoben werden. Studiert aber jemand, der das nebenher gewissermaßen als Freizeitbeschäftigung macht und ein gutes Einkommen hat, warum sollte er oder sie nicht zahlen?

Es ist nicht einzusehen, dass jemand, der 70.000 Euro im Jahr verdient, keine Gebühren zahlen soll. Es braucht jedenfalls eine umfassende Lösung: Wenn überhaupt Studiengebühren, dann: Neukonzeption der Anspruchsberechtigungen bei Stipendien, Familienbeihilfe direkt an die Studierende zahlen und Verbesserung der schlechten und Erhalt der guten Betreuungsrelationen bei den einzelnen Studienrichtungen.

KONTRA: Rudolf Kaske, Präsident der AK Wien und der Bundesarbeitskammer

AK Wien/ Katharina Schiffl
Rudolf Kaske

Wer arbeiten muss, um sich ein Hochschulstudium und damit eine gute Ausbildung leisten zu können, darf nicht noch zusätzlich mit Studiengebühren bestraft werden. Eine solche Benachteiligung

Berufstätiger ist nicht nur ungerecht gegenüber rund 25.000 Studierenden mit Doppelbelastung, sondern würde dazu führen, dass nur noch Menschen, die über das nötige Kleingeld verfügen, Zugang zu universitärer Bildung haben.

Doch Ausbildung wirkt wie eine Schutzimp fung gegen Arbeitslosigkeit. Angesichts der Arbeitslosenrate sollten wir alles dafür tun, dass die „Durchimpfungsrate“ möglichst hoch ist. Schließlich geht es um die Zukunft Österreichs. Und die wird ja wohl auch der neuen türkis-blauen Bundesregierung am Herzen liegen.

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