Soll Bargeld abgeschafft werden?. 90 Prozent schätzen es als anonymes, freies Zahlungsmittel. Es kostet zuviel, sagen Kritiker. Wie denkt ihr darüber? Stimmt ab!

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 10. September 2021 (05:35)
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Unsplash\Markus Spiske

PRO: Markus Feistl, Country Manager DACH des Krypto-Händlers BitPanda

Markus Feistl
Markus Feistl
BitPanda

Bargeld ist in unserem digitalen Zeitalter überholt und unnötig. Bereits vor der Pandemie war die Zukunft des Bargelds im Gespräch. Nun hat die Krise sowohl das Verbraucherverhalten nachweislich verändert als auch die Digitalisierung schneller vorangetrieben. Um Kontakte zu reduzieren, wurde die Kundschaft vermehrt zu Kartenzahlungen ermuntert, und siehe da: kein Problem.

Fakt ist, dass Bargeld im Euroraum eine tragende Rolle spielt, und das wohl noch für längere Zeit. Es wird zu wenig darüber gesprochen, dass Bargeld mit einem hohen Kostenfaktor verbunden ist: Die für die Bargeldhaltung notwendige Infrastruktur tragen die Verbraucher, hinzu kommen Bankgebühren und Handlingsaufschläge des Einzelhandels. Ich prophezeie: Der digitale Euro wird kommen, sehen und siegen.

KONTRA: Franz Kirnbauer, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer NÖ

Franz Kirnbauer
Franz Kirnbauer
Tanja Wagner

Der Abschaffung von Bargeld muss ich ein klares Nein entgegenwerfen. Ware gegen Geld ist die ureigenste Form der Geschäftsabwicklung: praktikabel, sicher, nachvollziehbar. Bei einer Umfrage unter den NÖ Betrieben sprachen sich 95 Prozent klar gegen ein von der EU angestrebtes Limit bei Bargeldzahlungen aus. Bargeld ist das beliebteste Zahlungsmittel in Österreich.

Laut Europäischer Zentralbank (EZB) liegt der Bargeldanteil mit 79 Prozent (bezogen auf die Anzahl der Transaktionen) deutlich über dem Euroraum-Durchschnitt. Deshalb sollten wir alle Möglichkeiten offenhalten, mündige Bürger können selbst entscheiden, ob sie mit Bargeld zahlen wollen oder Kartenzahlung bevorzugen.

Pro & Kontra: Bargeld

  • Soll Bargeld abgeschafft werden?