Sollen Konzerne Stände auf Adventmärkten betreiben?.

Erstellt am 12. Dezember 2017 (01:48)
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PRO: Michael Bachel, Leiter Veranstaltungsservice St. Pölten

privat
Michael Bachel

Bei jeder Veranstaltung legen die potenziellen Teilnehmer, in diesem Fall die Standbetreiber, ein Konzept vor. Das schauen wir uns vom Veranstaltungsservice an und entscheiden, ob es zum Markt passt oder nicht. Beim Weihnachtsmarkt ist ein zusätzliches Kriterium beispielsweise, dass der Standbetreiber ein soziales Projekt unterstützen will. Das passt zur Adventzeit, die eben diesen Hintergrund hat. Darauf legen wir großen Wert.

Wenn also eine Firma einen Adventstand betreiben will und ein Konzept vorlegt, das die Kriterien erfüllt – wieso sollen die das nicht dürfen? Die Ausgewogenheit zwischen wirtschaftlichen und karitativen Interessen muss für uns spürbar sein, dann kann jeder einen Stand auf einem Adventmarkt betreiben.

KONTRA: Andrea Jenny, Organisationsteam des Adventmarktes der Tourist-Info Bad Vöslau

Silke Ebster
Andrea Jenny

In Bad Vöslau liegt das Hauptaugenmerk des Weihnachtsmarktes auf Schmankerl- und Getränkeständen. Das sind mehrheitlich Vereine aus Bad Vöslau, die verwenden die Einnahmen eins zu eins für die Jugend und ihren Verein. Wir haben auch lokale Hersteller aus Bad Vöslau, die einen Stand betreiben und ihre Produkte verkaufen.

Im Ausstellungsbereich im Schloss sind beispielsweise Privatpersonen, die führen oft ein kleines Ein-Personen-Unternehmen, mehr als Hobby als aus monetären Gründen. Große Konzerne wollen wir am Markt so nicht haben. Ein Adventmarkt sollte eine Möglichkeit sein, für die umliegenden Vereine und Aussteller. So wird auch die Vielfältigkeit bewahrt. Wenn man Konzerne reinlässt, ist die angebotene Ware bald nur mehr dieselbe.

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