Fronleichnam: Amstettner Pfarren tragen Glauben auf die Straße

Erstellt am 14. Juni 2022 | 14:11
Lesezeit: 2 Min
Fronleichnam
Die beiden Amstettner Stadtpfarrer Pater Hans Schwarzl und Peter Bösendorfer
Foto: Wolfgang Zarl
Zu Fronleichnam bringen die Katholiken öffentlich ihren Glauben zum Ausdruck, dass Gott in Brot und Wein mitten unter ihnen ist. Als sichtbares Zeichen wird eine reich verzierte Monstranz mit einer geweihten Hostie in feierlicher Prozession durch die Straßen getragen.
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Fronleichnam ist das "Hochfest des Leibes und Blutes Jesu Christi" in der katholischen Kirche. Es steht in engem Zusammenhang zum letzten Abendmahl am Gründonnerstag. Nach kirchlicher Lehre hat Jesus dabei das Sakrament der Eucharistie eingesetzt, als er den Jüngern Brot und Wein reichte und die Worte sprach "Das ist mein Leib" und "Das ist mein Blut".

Warum zu diesem Zeitpunkt?

Fronleichnam wird immer am zweiten Donnerstag nach Pfingsten gefeiert. Der Tag soll an den Gründonnerstag erinnern. An diesem Tag selbst zu feiern, würde nicht zum stillen Charakter der Karwoche passen. In Städten und Ländern, in denen Fronleichnam nicht wie in Österreich gesetzlicher Feiertag ist, finden die Prozessionen oft am folgenden Wochenende statt. Auch Papst Franziskus feiert die Fronleichnamsmesse in Rom immer erst am Sonntag nach Fronleichnam.

Was bedeutet der Name "Fronleichnam"?

Fronleichnam hat nichts mit Tod oder Leichnam zu tun. Das Wort stammt aus dem Althochdeutschen. Dort steht "vron" für "Herr" und "licham" für "lebendiger Leib" und bedeutet daher "Lebendiger Leib des Herrn".

In Amstetten beginnt die Fronleichnamsprozession um 9 Uhr auf dem Hauptplatz, dort feiern die Gläubigen der drei Pfarren Amstetten Herz Jesu, Amstetten St. Marien und Amstetten St. Marien. Danach gibt es bei der Pfarre Amstetten Herz Jesu einen Frühschoppen.