Anti-Raucher-Begehren: Mödling und Baden top. In Niederösterreich haben bis Montagfrüh knapp 25.000 Bürger das „Don’t smoke“-Volksbegehren unterstützt. Die Behandlung im Parlament ist schon sicher.

Erstellt am 19. Februar 2018 (09:08)
privat
"Don't Smoke"-Volksbegehren will Regierungspläne durchkreuzen

So viele Unterstützer zur Einleitung eines Volksbegehrens gab es in Österreich noch nie. Knapp 118.000 Menschen haben bis Montagfrüh das Anti-Raucher-Volksbegehren, das sich gegen die Lockerung des Rauchverbots in Lokalen ab Mai richtet, unterschrieben. Allein in Niederösterreich waren es, wie die NÖN erfahren hat, vorerst 24.883. Die Hochburgen lagen im südlichen Wiener Umland: Mödling lag mit 2893 Unterstützern vor Baden mit 2287 an der Spitze.

Die Initiatoren, darunter vor allem die Wiener Ärztekammer mit ihrem Präsidenten Thomas Szekeres, haben die Kampagne gestartet, um die von der türkis-blauen Bundesregierung vereinbarte Durchlöcherung des heuer ab Mai vorgesehenen Rauchverbots in Gaststätten zu verhindern. Innerhalb von nur drei Tagen waren schon bei der Einleitung mehr als 100.000 Unterschriften abgegeben worden.

Das bedeutet: Schon bevor das „Don’t smoke“-Volksbegehren offiziell zur Eintragung aufliegt, steht fest, dass es jedenfalls im Hohen Haus behandelt werden muss. Dafür sind 100.000 Unterstützer Voraussetzung, die bisher zur Einleitung erfolgten Unterschriften zählen dabei mit. Und das trotz Computerproblemen, wodurch die Unterstützung zeitweise lahmgelegt worden ist.

32.000 Unterschriften in Wien

Im Bundesländerreigen liegt Wien mit rund 32.000 Unterschriften bis Montagfrüh voran. Dahinter folgen Niederösterreich mit den knapp 25.000 und Oberösterreich mit rund 17.500 Unterschriften. Die Einleitung des Volksbegehrens kann seit Donnerstag der vergangenen Woche unterstützt werden.

In Niederösterreich wurden nach Informationen der NÖN in der Landeshauptstadt St. Pölten bis Montagfrüh nach Angaben der Initiatoren 924 Unterstützer registriert. Das war nur knapp die Hälfte von Tulln mit 1967 Unterschriften. In Korneuburg waren es beispielsweise 1683, in Amstetten immerhin 1588. Wiener Neustadt lag mit 474 knapp vor Krems mit 401 Unterschriften. Zum Vergleich: in Melk waren es vorerst 947.