Bedrohung Kettenbrief für Volksschulkinder . Volksschulkinder erhalten immer mehr Angst machende Nachrichten über Messenger-Dienste.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 08. August 2017 (02:21)
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Kettenbriefe machen Kindern Angst. Sie wissen oft nicht, wie sie sich verhalten sollen. 
Brian A Jackson/Shutterstock.com

Nachrichten rasch verteilen – das geht mit Messenger-Diensten, wie WhatsApp & Co., besonders gut. Problematisch wird es, wenn Kettenbriefe an Kinder verschickt werden. Insbesondere im Volksschulalter.

Sie haben Angst, dass Drohungen wie etwa „Wenn du das nicht an 30 Leute weiterschickst, dann stirbt deine Mutter. Aber erst in einem Jahr“ wahr werden, wenn man sich nicht daran hält, und schicken sie weiter. Oft wissen sie auch nicht, mit wem sie darüber sprechen können, wie sich in Saferinternet.at-Workshops zeigt. Vor allem, wenn die Drohung die Eltern betrifft.

Was man tun kann? „Es hilft, das Thema immer wieder aktiv anzusprechen“, so Barbara Buchegger, die pädagogische Leiterin von Saferinternet.at. „Oft nimmt es Kindern die Angst, wenn man ihnen erklärt, dass es sich nicht um persönliche Nachrichten handelt, sondern dieselben Falschmeldungen an unzählige Personen verschickt werden.“

Mit dem Kind reden, was weitergeschickt werden darf

Mit dem Kind die Kettenbriefe durchgehen, die es erhalten hat. Es dazu auffordern, jederzeit darüber zu sprechen, wenn es unsicher ist. Das Kind kann sich auch kostenlos unter 147 Rat auf Draht beraten lassen.

Dem Kind erklären, was Kettenbriefe sind, dass es sich um leere Drohungen handelt. Übrigens gibt es viele Motive für Kettenbriefe. Manche Urheber wollen Macht ausüben, manche die Reichweite ihrer Nachricht testen, andere haben ihn aus Langeweile gesendet.

Dem Kind immer wieder klarmachen, dass nichts Schlimmes passiert, wenn man einen Kettenbrief nicht weiterschickt.

Wenn ein Kind aus Angst die Nachricht unbedingt weiterleiten will, kann es das via WhatsApp an 0660/2135423 tun. Bei Saferinternet.at wird sie dann gelesen und dokumentiert.

Nicht alle Kettenbriefe sind bedrohlich, es gibt auch nette. Daher: Mit dem Kind reden, welche Kettenbriefe weitergeschickt werden dürfen.

www.saferinternet.at