Corona-Winterurlaub: Maskenpflicht bis Online-Tickets. NÖ-Skigebiete entwickelten ein gemeinsames Konzept. Die Regeln im Überblick.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 14. Oktober 2020 (05:16)
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Beim Skifahren geht‘s heuer wirklich ums Skifahren – nicht um den „Jagertee“ danach (oder zwischendurch). So könnte man das Konzept zusammenfassen, das die Bundesregierung vor einigen Wochen präsentierte. Auf Aprés Ski müssen Skifahrer und Snowboarder heuer also verzichten. Außerdem ist jedes Skigebiet angehalten, ein eigenes Covid-19-Präventionskonzept vorzuweisen.

Die niederösterreichischen Skigebiete haben sich zusammengetan. Sie erarbeiten mit der Taskforce „Sicher rausgehen“ ein einheitliches Präventionskonzept. Die NÖN hat die wichtigsten Infos für die Winter-Saison, die in den großen NÖ-Skigebieten am ersten Dezember-Wochenende startet, zusammengefasst:

Alle Lifte sollen aufsperren. „Der Status heute ist, dass alle aufsperren“, sagt Tourismus-Landesrat Jochen Danninger. Insgesamt sind das 23 Skigebiete, darunter 18 kleine, die zum Teil nur einen einzigen Lift haben.

Keine stärkeren Besuchereinschränkungen. Die 23 Skigebiete müssen ihre maximale Auslastung vorab definieren. Das wird aber nicht bedeuten, dass weniger Menschen an einem Tag Ski fahren dürfen, erklärt Taskforce-Leiterin Isabella Hinterleitner.

Es herrscht Masken-Pflicht. An der Kassa, beim Lift sowie in der Gastronomie (nach den allgemeingültigen Regeln) müssen Masken oder Mund und Nasen bedeckende Schlauchschals getragen werden. Letztere soll es in einigen Skigebieten, etwa am Jauerling, in speziellen Designs übrigens zur Karte geben. Von der Maskenpflicht ausgenommen ist nur, wer ein ärztliches Attest vorweisen kann.

Strengere Regeln in Hütten und Gastro-Betrieben. Laut Hinterleitner soll jeder Besucher im Skigebiet mit dem Skipass auch ein Infoblatt über die Gastronomie bekommen. Darauf ist etwa festgehalten, ob es Reservierungspflicht gibt, oder wie man reservieren kann. Grundsätzlich gelten in der Gastronomie die üblichen Regeln, aus heutiger Sicht also: Maskenpflicht, außer, wenn man am Tisch sitzt. Laut dem Wintertourismus-Konzept der Bundesregierung soll Essen und Trinken außerdem nur am Platz möglich sein. „Wir forcieren Betrieb auf der Terrasse oder im Freien“, berichtet der Annaberger Lifte-Geschäftsführer Karl Weber. Angedacht wird zudem, das Gästeblatt, das ansonsten nur in „orangen“ Regionen gilt, unabhängig von der Ampel-Farbe anzuwenden.

Online-Ticket-Kauf wird empfohlen. In den größeren Skigebieten gibt es laut Hinterleitner meist bereits einen Online-Verkauf für Tickets. Der wird dringend empfohlen, damit Warteschlangen an den Kassen vermieden werden können. In Skigebieten, in denen das möglich ist, wird zudem darauf geachtet, dass die Bereiche bei Liften und Kassen vergrößert werden, damit es zu keinem Gedrängel kommt.

Wer Regeln nicht befolgt, darf nicht mehr mitfahren. Wer etwa die Maske verweigert oder Abstände bewusst missachtet, soll vom Liftbetreiber ausgeschlossen werden können und darf dann nicht mehr mit dem Lift fahren.

Die Mitarbeiter müssen Masken tragen. Für die Mitarbeiter der Skigebiete sind tägliches Fiebermessen sowie regelmäßige Testungen vorgesehen. Am Annaberg wird das etwa wöchentlich gemacht, sagt Weber.

Trotz aller Regeln blicken die Verantwortlichen positiv auf die Saison: „In einigen Wochen geht’s los, bis dahin werden wir alle Gäste gut empfangen können“, so Michael Reichl, WKNÖ-Fachvertreter für Seilbahnen.