NÖ Samariterbund zieht Corona-Zwischenbilanz. Der niederösterreichische Samariterbund ist seit mehreren Monaten im Covid-19-Einsatz. Die Zwischenbilanz der Rettungsorganisation fällt positiv aus, Kapazitäten um alle Aufgaben im Zusammenhang mit Covid-19 ausreichend zu erfüllen, gäbe es ausreichend.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 13. Mai 2020 (14:17)
Der Samariterbund NÖ führt auch Testungen an Drive-In Stationen durch.
Samariterbund NÖ

Seit Ende Februar ist der Samariterbund Niederösterreich als eine von mehreren Rettungsorganisationen im Rahmen der Covid-19 Krise im Einsatz. Neben dem Krankentransport und dem Rettungsdienst testet er auch Covid-Verdachtsfällen und führt  vorbeugende „Screenings“ von Schlüsselpersonal (Pflegedienst, Krankenhauspersonal, etc.) durch.

Tägliche Tests in ganz Niederösterreich

Insgesamt wurden laut Angaben des Samariterbundes in den letzten Wochen 343 Verdachtsfälle in die entsprechenden Zielkrankenhäuser transportiert.
Davon wurden 23 als Covid-Fälle bestätigt. Samariterbund und Rotes Kreuz führen seit Anfang März gemeinsam Testungen von Verdachtsfällen durch. Täglich sind fünf mobile Teams des Samariterbundes in ganz Niederösterreich unterwegs. Bisher wurden 3.236 solcher mobilen Testungen durchgeführt.

Der Samariterbund sieht sich auf einem guten Weg: Alle Aufgaben können rasch und effizient durchgeführt werden,Kapazitäten gäbe es in allen Bereichen noch genügend nach oben.

Mit 6. April wurde vom Samariterbund auch die erst Test-Drive-In Station in Niederösterreich in Betrieb genommen. Dort wurden bisher 2.296 Testungen von Verdachtsfällen sowie „Screenings“ von Schlüsselpersonal durchgeführt. Eine weitere Drive-In-Station wird vom Roten Kreuz in Amstetten betrieben und seit heute gibt es in Niederösterreich eine weitere Drive-In-Station, die vom Samariterbund in Wiener Neustadt betreut wird. 

Experten-Teams bei Intensivtransporten

Seitens des Landesverbandes ist der Samariterbund seit Ende Februar auch mit einem Verbindungsoffizier im Landeskrisenstab vertreten. Am Landesverband in Wilhelmsburg wurde ein Führungsstab eingerichtet. Gemeinsam mit der Ärztekammer und 144 Notruf NÖ wurde der Ärtze-Visitendienst am Stützpunkt in Altlengbach ins Leben gerufen.  

Mit dem Samariterbund in St. Georgen (St. Pölten) gebe es bereits seit vielen Jahren ein Experten-Team an Notfallsanitätern und Notärzten für Intensivtransporte von Notfallpatienten. Seit Anfang März wurden 419 Notarzt begleitete Intensivtransporte vom Samariterbund St. Georgen durchgeführt. 75 Transporte davon waren bestätigte Covid-19 Patienten. Diese Covid-Intensivtransporte werden vom Samariterbund St. Georgen in ganz Niederösterreich als einzige Rettungsorganisation durchgeführt.

Otto Pendl, der Präsident des Samariterbundes NÖ bedankt sich bei den Samariterinnen und Samaritern. Die Zusammenarbeit mit der Landessanitätsbehörde sowie den anderen Rettungsorganisationen funktioniere sehr gut.