Dietrich: Ab wann ist Regen für den Garten zu wenig?. Gregor Dietrich, Experte bei Natur im Garten Natur im Garten

Erstellt am 08. Mai 2018 (01:38)
Natur im Garten
Gregor Dietrich

Vom Spätfrühling bis zum Frühherbst sollte man im Zier- und Gemüsegarten in trockenen Phasen gießen. Besonders während längerer Hitzeperioden trocknet der Boden aus. Durch diesen Prozess wird die Benetzbarkeit und Kapillarleitfähigkeit des Bodens herabgesetzt, starke Regenfälle fließen dann zu einem großen Teil oberflächlich ab.

Zusätzlich verdunstet am warmen Oberboden bereits ein Teil des Wassers und auch die Pflanzen verlieren Wasser aufgrund der verstärkten Verdunstung über die Blätter. Unter diesen Bedingungen können die meisten Pflanzen ihren Bedarf kaum ausreichend decken.

Wenn man den Finger in die Erde steckt, merkt man, ob unter der oberen Schicht genug Feuchtigkeit vorhanden ist. Wirkt der Boden auch nach fünf bis acht Zentimetern trocken oder lassen die Pflanzen gar die Blätter hängen, sollte man durchdringend, am besten früh morgens und wurzelnah gießen – natürlich abgestimmt auf Pflanzenart und Standortbedingungen. Eine dünne Mulchschicht mit Rasenschnitt, Flachsschäben oder Holzhäcksel schützt die Erde vor Austrocknung und ist zusätzlich ein Geheimtipp des ökologischen Gärtners.