Gelten physikalische Gesetze in Klarträumen?. Brigitte Holzinger, Leiterin des Institutes für Bewusstseins- und Traumforschung und im Vorstand der Österr. Gesellschaft für Schlafmedizin und Schlafforschung.

Erstellt am 23. Mai 2018 (01:23)
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Ob man in Träumen, in denen man sich bewusst ist zu träumen, keinerlei physikalischen Gesetzen unterworfen ist und damit beispielsweise fliegen und durch Wände gehen kann …? Also, eigentlich ist es so, dass man auch in Klarträumen erst „begreifen“ lernen muss, dass man den physikalischen Gesetzen vermutlich jedenfalls weniger unterworfen ist.

Klarträumen, das wir synonym auch luzides Träumen nennen, findet eben auch im Schlaf statt. Insofern gibt es natürlich physikalische Grenzen, aber man bewegt sich in der eigenen inneren Traumwelt und daher kann man erleben, dass es keine gibt, bzw. andere oder kaum welche. Das gilt auch für das Träumen, das nicht oder präluzide ist.

Nachdem wir aber von unserer Wahrnehmung mit physikalischen Grenzen aufgewachsen und daher davon geprägt sind, sind sie scheinbar so, wie wir sie von unserem Wachleben her kennen. Ein schönes Indiz dafür, dass unsere Wahrnehmung und unsere Erwartungen unsere Träume jedenfalls bis zu einem gewissen Grad formen, oder nicht?

Buchtipp: Holzinger/Klösch: Schlafstörungen, psychologische Beratung und Schlafcoaching, Springer Verlag

www.traum.ac.at und www.schlafcoaching.org