Pripfl: Wird es künftig genug Pflegekräfte geben?. Jürgen Pripfl, Leiter Department Gesundheit, Leiter Institut für Gesundheitswissenschaften, Koordinator St. Pölten Center for Digital Health Innovation, FH St. Pölten

Erstellt am 13. März 2018 (02:18)
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Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt. Zusätzlich wird die „Babyboomer“-Generation älter. Selbst wenn man den medizinischen Fortschritt und den Einfluss von gesundheitsförderlichen Maßnahmen berücksichtigt, wodurch wir ein paar gesunde Jahre dazugewinnen und etwas später pflegebedürftig werden, prognostizieren die meisten Studien einen steigenden Pflegebedarf. Eine enorme Herausforderung, die vor dem Hintergrund, dass in einigen Regionen bereits jetzt Schwierigkeiten bestehen, ausgebildetes Pflegepersonal zu finden, kaum bewältigbar scheint.

Dennoch gibt es eine Reihe von möglichen Maßnahmen, die Abhilfe schaffen könnten, wie: Aufwertung der Berufe in der Altenpflege, verbesserte Unterstützung der Angehörigenpflege, Ausbau von mobilen Diensten, stationären Einrichtungen und alternativen Wohnformen, Intensivierung der Forschung und Entwicklung, um Pflegebedürftigen und Angehörigen durch neue Technologien zu unterstützen.

Es liegt in der Hand der Politik, diese Maßnahmen schnellstmöglich umzusetzen, um auch in Zukunft allen in Österreich lebenden Menschen, unabhängig vom Einkommen, Zugang zu gleichen, qualitativ hochwertigen Pflege- und Betreuungsleistungen gewähren zu können!