Selbsthilfe hilft. Um Erfahrungsaustausch, Infos und Lösungen bei bestimmten Anliegen geht es in Selbsthilfegruppen.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 09. Januar 2018 (00:32)
NÖN
Bei der NÖ Selbsthilfe-Landeskonferenz: Michael Pap (NÖGKK), Bernhard Kadlec (Uniklinikum St. Pölten), Josef Schoisengeyer (Club 81), Elfriede Riesinger (NÖGUS), Landesrat Ludwig Schleritzko und Ronald Söllner (DV-NÖSH).

Rund 400 Selbsthilfegruppen gibt es in Niederösterreich. In diesen können Betroffene unter anderem Erfahrungen austauschen. „Information und Beratung sind in der Selbsthilfegruppe enorm wichtig“, so Josef Schoisengeyer, Obmann vom Club 81.

Worüber man sich austauscht, hängt auch vom Thema ab. Bei schwerwiegenden Diagnosen geht es etwa darum, welche medizinischen Möglichkeiten es gibt, was man tun kann. Bei längeren Erkrankungen darum, wie man der Armutsfalle entkommen kann.

Es geht darum, „die Pro-bleme gemeinsam zu erörtern, zu besprechen, zu benennen und Lösungen herbeizuführen“, so Schoisengeyer. Wie etwa im Bereich der Barrierefreiheit.

„Wir schauen, dass Barrieren abgebaut werden.“ Und das nicht nur in baulicher Hinsicht, wie abgesenkte Gehsteige, barrierefreie Zugänge zu Gebäuden oder leicht verständliche Sprache für Menschen mit kognitiver Behinderung, sondern auch gedankliche Barrieren.

Der Club 81 kümmert sich bereits seit 35 Jahren um die Anliegen von Menschen mit Behinderung. Für ihr langjähriges, ehrenamtliches Engagement wurde er wie 105 weitere Gruppen in NÖ bei der 9. NÖ Selbsthilfe Landeskonferenz vor einiger Zeit geehrt. Dort betonte der Vorstandsvorsitzende des Dachverbands der NÖ Selbsthilfe Ronald Söllner: „Wir versuchen, uns vermehrt im Gesundheitswesen zu vernetzen, damit wir unseren Mitgliedern mehr Unterstützung anbieten können.“ Wie etwa eine Rechtsschutzversicherung für die Gruppen oder die Zusammenarbeit mit selbsthilfefreundlichen Landeskliniken. Kooperationspartner sind auch Travel with doc, Tutgut!, der KOBV und der Club 81.

www.selbsthilfenoe.at