Erstellt am 28. Dezember 2016, 02:27

von Michaela Fleck-Regenfelder

Komisches zu Silvester und Beschwingtes zum Neujahr. Komisches zu Silvester und Beschwingtes zum Neujahr – was Niederösterreichs Theater und Niederösterreichs Orchester zum Jahreswechsel spielen.

Spielt allein in NÖ 17 Neujahrs- und ein Silvesterkonzert: das Tonkünstlerorchester NÖ. Einige davon, wie das im Grafenegger Auditorium (Bild) sind ausverkauft, für die Termine im St. Pöltner Festspielhaus gibt es noch Steh- bzw. Restplätze.  |  Brunnbauer

Sekt gibt’s in Niederösterreichs Kulturhäusern nicht nur unterm Jahr in der Pause. Sekt gibt’s auch zu Silvester. Auf der Bühne. Und am Buffet. Wobei die einen das neue Jahr im Dreivierteltakt begrüßen. Die anderen im Nostalgieschritt.

Wie sich das anhört? Legendär komisch. Weil: Wenn Miss Sophie wieder zum „Dinner for one“ lädt, dann fließt der Sekt. Dann fliegt der Butler. Und dann prosten die Geheimnisse. Gelüftet werden die schon ab 27. Dezember, und zwar von Martin Purth & Kerstin Zinober in „Miss Sophies Männer“ im Retzer Rathaus ( dinner-for-one.at ).

Mindestens ebenso komisch sind die 80 Minuten, in denen die Stimmenimitatoren aus der (Ö3-)Weckerredaktion um die Welt reisen. Und dabei gleich alle, die ihnen vor die Schnauze kommen, auf die Schaufel nehmen. Zu Silvester spielen die Comedy Hirten gleich zweimal, und zwar um 18.30 und 21.30 Uhr im Tullner Danubium ( www.tullnkultur.at ).

Rabenschwarzer Humor

Rabenschwarz ist der Humor, den Londons Komödienautor Alan Ayckbourn auf die Theaterbühne stellt. Der passt aber nicht nur unter den Weihnachtsbaum. Sondern auch unter die Silvesterraketen. Und deshalb spielt man Ayckbourns „Schöne Bescherungen“ im St. Pöltner Landestheater am 31. Dezember auch als Silvestervorstellung – ein Gläschen Sekt inklusive ( www.landestheater.net ).

Und im Konzertsaal? Dort lässt man zum Jahreswechsel nicht nur die Korken knallen. Dort geht man, genauer: Niederösterreichs Tonkünstlerorchester, schon seit Jahrzehnten auf Tournee. Und zwar durchs ganze Land. Das erste in der neujährlichen Konzertreihe heißt noch Silvesterkonzert. Bespielt am 31. Dezember das Grafenegger Auditorium . Und ist schon lange ausverkauft. Das zweite heißt, wie die anderen 16 in Niederösterreich auch, Neujahrskonzert. Und bringt von 1. bis 23. Jänner die Säle vom St. Pöltner Festspielhaus (und das gleich dreimal) und der Amstettner Pölz-Halle bis zum Echsenbacher Gasthof Klang zum Klingen. Am Programm: Bartók, Dvorák und Suppé, aber auch Gounod, Hellmesberger und Leo Schmetterer (der seit Jahrzehnten bei den Tonkünstlern Bratsche spielt). Und: Johann Strauß. Am Pult wie gehabt: Alfred Eschwé. Als alternierende Solistinnen: die junge moldawische Staatsopernsängerin Valentina Nafornita und die junge österreichische Sopranistin Beate Ritter ( www.tonkuenstler.at ).

Bespielt ebenfalls schon traditionell das neue Jahr: das Orchester der Bühne Baden unter Franz Josef Breznik, und zwar am 1. Jänner im Badener Stadttheater ( www.buehnebaden.at ).