400.000 Euro kamen bei Caritas-Haussammlung zusammen. Obwohl die Sammler heuer erstmals nicht von Haus zu Haus gehen konnten, haben sich viele Niederösterreicher an der Aktion beteiligt. 15.000 Menschen sollen von dem Geld profitieren.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 04. August 2020 (12:44)
Caritas/Franz Gleiss

Von Tür zu Tür gehen konnten die rund 4.000 Caritas-Spenden-Sammler der Pfarren heuer nicht. Wegen der Krise musste die Haussammlung anders als gewohnt - nämlich mit Brief und Erlagschein - durchgeführt werden. Geschickt wurden Erlagscheine an alle Haushalte der Diözese St. Pölten, außerdem waren sie der NÖN und der "Kirche bunt" beigelegt. Und obwohl eine Postsammlung eine persönliche nicht ersetzen kann, ist die Caritas mit dem Ergebnis zufrieden: Etwas mehr als 400.000 Euro sind zusammengekommen. Das ist rund die Hälfte des Spenden-Ergebnisses vom Vorjahr, das bei 818.000 Euro lag.

„Ich danke allen Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern, die mit ihrer Spende ein großes Zeichen der Solidarität gezeigt haben und damit auch in Zeiten einer gesundheitlichen Krise nicht auf jene vergessen, die unsere Hilfe und Unterstützung benötigen", sagt Caritas-Direktor Hannes Ziselsberger. Die Mittel der Caritas Haussammlung kommen direkt Menschen in Not in Niederösterreich zu Gute, betont er. „Ich danke den engagierten Pfarrmitgliedern, unseren Medien-Partnern NÖN und Kirche bunt sowie allen Menschen, die unsere heurige Sammlung unterstützt haben. Besonderen Dank möchte ich auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner aussprechen, die uns zum Start der Haussammlung ins Landhaus eingeladen hatte“, so Ziselsberger. 

Auch St. Pöltens Diözesanbischof Alois Schwarz freut sich über dieses Spenden-Ergebnis als sichtbares Zeichen christlicher Nächstenliebe: „Caritas ist für uns Christinnen und Christen gelebte Nächstenliebe. Gerade in Zeiten der Krise, ist Kirche in Gestalt der Caritas, nahe bei den Menschen und hilft dort schnell und direkt, wo Hilfe benötigt wird.“

Post-Sammlung soll eine Ausnahme im Corona-Jahr bleiben

Es war das erste Mal, dass in der mehr als 60-jährigen Geschichte der Caritas-Haussammlung, diese nicht als Sammlung an den Türen der Menschen stattfinden konnte. „Dieses Jahr 2020 bleibt hoffentlich ein Ausnahmejahr – auch für die Haussammlung. Wir freuen uns darauf, wenn im kommenden Jahr wieder tausende Haussammlerinnen und Haussammler von Tür zu Tür gehen und nicht nur Geld für Menschen in Not, sondern auch wertvolle Begegnungen sammeln“, so Christoph Riedl, Caritas-Bereichsleiter für Solidarität.

Geld fließt in Sozialmärkte, Beratung oder Hospizdienst

Rund 15.000 Menschen profitieren jedes Jahr durch die Spenden im Rahmen der Haussammlung in Niederösterreich. Die Spenden werden etwa für die Sozialberatung und Nothilfe, die Versorgung mit Lebensmitteln in den Sozialmärkten, die Beratung Angehöriger von Demenzerkrankten oder Lernbegleitung in den Lerncafés, den mobilen Hospizdienst, das Mutter-Kind-Haus oder auch das Projekt „Kinder psychisch kranker Eltern“ verwendet.