Kirchen feierten Gottesdienst zur Einheit der Christen. Von 18. bis 25. Jänner fand die "Weltgebetswoche für die Einheit der Christen" statt.

Von Wolfgang Zarl. Erstellt am 25. Januar 2018 (14:07)

Während der Gebetswoche kamen weltweit sowie in der Diözese St. Pölten Christen aus unterschiedlichen Konfessionen zusammen, um gemeinsam für die Einheit der Christenheit zu beten. Vertreter der im Ökumenischen Arbeitskreises NÖ-West vertretenen Kirchen feierten in der evangelischen Kirche St. Pölten. Das war heuer der ökumenische Hauptgottesdienst.

Das Evangelium legte der rumänisch-orthodoxe Pfarrer Catalin-Florin Soare. Er erinnerte daran, dass vor 50 Jahren erstmals ein orthodoxer Patriarch nach Österreich und nach Niederösterreich kam. Außerdem sei das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren ein wichtiges Jubiläum. „Deine rechte Hand, Herr, ist herrlich an Stärke“ (vgl. Ex 15, 6) ist das Motto heuer. Die Materialien zur Gebetswoche wurden in diesem Jahr von den Kirchen in der Karibik vorbereitet.

In der Geschichte des Christentums in dieser Region gibt es ein Paradox: Einerseits missbrauchten die Kolonialmächte die Bibel, um die Unterwerfung der einheimischen Bevölkerung sowie der vielen Sklaven aus Afrika, Indien und China zu rechtfertigen. Andererseits wurde die Bibel für viele, die unter der Kolonialherrschaft zu leiden hatten, zur Quelle des Trostes und der Befreiung. Die Bibel ermutigt bis heute die Gläubigen in der Karibik, für Menschenwürde und bessere Lebensbedingungen zu kämpfen.

Beim Gottesdienst wurde für die Seelsorge im Sojagürtel Südamerikas gesammelt, Kirchenchor St. Valentin gestaltete den Gottesdienst musikalisch.

Organisiert wurde der Gottesdienst vom Katholischen AkademikerInnenverband der Diözese St. Pölten und vom Ökumenischen Arbeitskreis NÖ-West. Folgende Kirchen sind darin vertreten: die römisch-katholische Kirche der Diözese St. Pölten, Evangelische Kirche A u. HB, Evangelisch-Methodistische Kirche, Altkatholische Kirche, Serbisch-, Rumänisch- und Russisch-Orthodoxe Kirche.