Kriecherl: Klein & gelb & süß. Uralt und doch noch immer nahezu unbekannt ist das Kriecherl. Dabei hat es im Waldviertel schon eine eigene Genussregion.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 19. September 2017 (00:48)
Waldviertel Tourismus/ishootpeople.at
Nektar, Sirup, Edelbrand oder Marmelade: Aus dem Kriecherl lassen sich eine Reihe Köstlichkeiten herstellen. Die Früchte selbst sind gelbgrün – und müssen von Hand geerntet und verarbeitet werden.

„Wild“ ist es, „perfekt angepasst“ und „einzigartig vielfältig“. Und doch: „Das Kriecherl ist noch eine völlig unerforschte Wildobstart“, sagt Christian Bisich. Der Rappottensteiner Biobauer und Obstbrenner hat sich nicht nur alten Apfel- und Birnensorten verschrieben. Sondern auch einer ganz besonderen Frucht: dem Waldviertler Kriecherl.

Das gehört rein botanisch gesehen zu den Zwetschkenfrüchten. Ist mit den Ringlotten verwandt. Hat aber einen eigenen Sortennamen. Geografisch ist es auch im Mostviertel zu finden. Im Waldviertel hat das gelbe Kriecherl aber schon seine eigene Genussregion. 20.000 Qua-dratkilometer ist die groß. Und hat auch dazu beigetragen, dass die Kriecherlbäume, die schon kurz vor dem Aussterben waren, wieder wachsen. Dazu haben aber auch die Biobauern beigetragen, die mit viel Mühe und noch mehr Handarbeit die Früchte ernten und verarbeiten. „Man muss das Kriecherl sicher ein paar Mal in die Hand nehmen“, erklärt Bisich. Und hat den gelben Fingerabdruck auch gleich zum Markenzeichen seiner Genussregion gemacht.

„Das Kriecherl ist die gelbe Perle des Waldviertels!“ Christian Bisich, Obstbauer und Obmann der Genussregion Waldviertler Kriecherl

Wie es jetzt schmeckt, das Kriecherl? „Herrlich aromatisch!“ Und zwar als Marmelade ebenso wie als Edelbrand. Zum Kosten zum Beispiel beim Waldviertler Kriecherlkirtag, der heuer am 24. September ins Waldviertler Schönbach einlädt.

www.kriecherl.at