Ordenstag der Diözese St. Pölten im Zisterzienserstift. Am 2. Februar, dem Welttag des Geweihten Lebens, trafen sich Ordensfrauen und Ordensmänner aus der Diözese St. Pölten im Zisterzienserstift Lilienfeld.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 10. Februar 2020 (11:56)

Die Verantwortlichen der diözesanen Ordenskonferenz, Abt Georg Wilfinger vom Benediktinerstift Melk und Generaloberin Sr. Franziska Bruckner von der Gemeinschaft der Franziskanerinnen Amstetten, hatten dazu eingeladen.  

60 Ordensleute zu Gast

Abt Pius Maurer und seine Mitbrüder vom Stift Lilienfeld konnten rund 60 Ordensleute aus den verschiedenen Ordensgemeinschaften aus der Diözese St. Pölten begrüßen: Barmherzige Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul aus Maria Anzbach, Benediktiner vom Stift Altenburg, Stift Göttweig, Stift Melk und Stift Seitenstetten, Franziskanerinnen aus Amstetten, Hainstetten und Langenlois, Salesianer aus Amstetten, Schwestern vom Göttlichen Erlöser aus Gleiss, Schwestern der Gemeinschaft Ancillae Domini aus Neustadtl, Schwestern aus der Gemeinschaft Familie Mariens aus Hürm, Brüder und Schwestern der Gemeinschaft der Seligpreisungen aus Maria Langegg.

Führungen durchs Stift

Der Ordenstag begann mit Führungen, gehalten von den beiden jüngsten Mitbrüdern des Stiftes (Frater Hermann und Frater Nikolaus) durch das Stift Lilienfeld. Abt Pius präsentierte die Gemäldegalerie, während Stiftsarchivarin Irene Rabl durch das Archiv führte. Am Nachmittag hielt Alt-Abt Christian Haidinger einen Vortrag zum Thema "einfach.gemeinsam.wach – Schritte in die Zukunft der Orden". Er erklärte das Motto "einfach.gemeinsam.wach", das die Ordenskonferenz Österreichs von 2019 bis 2021 besonders hervorhebt, und verdeutlichte es durch eine Gegenüberstellung mit den evangelischen Räten "arm.keusch.gehorsam". 

Hoffnung trotz Nachwuchsmangels

Er gab den Ordensleuten einige Impulse mit, trotz eines weit verbreiteten Nachwuchsmangels voll Hoffnung in die Zukunft zu blicken. Haidinger würdigte die wertvolle Zusammenarbeit mit engagierten Laien, die als  Mitarbeiter von Ordensgemeinschaften oft auch Träger von geistlichen Traditionen einzelner Ordensgemeinschaften würden. Haidinger gab den Ordensleuten ein Zitat von Papst Franziskus mit auf den Weg: "Dankbar auf die Vergangenheit schauen, die Gegenwart mit Leidenschaft leben, die Zukunft voll Hoffnung ergreifen".

Welttag des Geweihten Lebens

Im Kapitelsaal des Stiftes Lilienfeld feierten die Ordensleute eine Vesper. Abt Pius vom Stift Lilienfeld wies auf den Welttag des Geweihten Lebens hin, den die katholische Kirche jährlich am 2. Februar, am Fest "Darstellung des Herrn", begeht. Er machte deutlich, dass die Darbringung des neugeborenen Jesus an Gott auch im Zusammenhang mit der Ordensprofess und der Haltung der Hingabe im Ordensleben gesehen werden kann. Abt Pius wies auf die biblischen Gestalten Simeon und Hanna hin, die als betende Menschen voll Hoffnung Christus ersehnten und damit Vorbilder für Ordensleute sein können. Er erwähnte, dass Christus in der biblischen Perikope zum Fest "Darstellung des Herrn" vom greisen Simeon als Licht bezeichnet wird. Auch die Ordensleute hätten die Berufung, Licht in der Welt zu sein. 

Lichterprozession zum Abschluss

Im Anschluss begann die Lichterprozession durch den mittelalterlichen Kreuzgang des Stiftes Lilienfeld. Etwa 70 Ordensleute zogen singend und betend mit Kerzen in der Hand durch den Kreuzgang.

Nach der Liturgie klang der Ordenstag mit einer Jause und einem gemütlichen Beisammensein aus.