Der Coach der Jungstars: Monika Ballwein. Sängerin, Chorleiterin und Niederösterreicherin Monika Ballwein sprach mit der NÖN über ihre Arbeit als Vocalcoach bei „Starmania21“, Karriereanfänge und Rohdiamanten.

Von Stefanie Marek. Erstellt am 04. Mai 2021 (11:11)
„Wir machen nichts anderes als Spitzensport“: Monika Ballwein über ihre Arbeit bei „Starmania“. 
Ines Thompspon

Sie ist eine der bekanntesten Stimmen Österreichs, Solistin im „Dancing Stars“-Orchester und Vocalcoach bei „Starmania“: Sängerin Monika Ballwein (Bild), geboren und aufgewachsen im niederösterreichischen Pyhra, arbeitet seit Jahren mit ihrer Stimme und mit denen anderer.

Seit der ersten Staffel coacht sie die Kandidaten und Kandidatinnen von „Starmania“. Welcher Song passt zu wem, wer kann was und was noch nicht? Welche Tonart ist die richtige und wie verpackt man das alles in eine Minute dreißig? „Wir machen im Grunde nichts anderes als Spitzensport“, so Trainerin Ballwein. Und dabei geht es nicht nur darum, den Song mit den Kandidatinnen zu erarbeiten, oder um reine Gesangstechnik, sondern auch um Mentaltraining und Persönlichkeitsentwicklung, und das alles in sehr kurzer Zeit, betont die 53-Jährige. „Ich will sie fordern, aus der Komfortzone holen und nicht überfordern“, sagt Ballwein über die Kandidaten.

Vanessa Dulhofer
ORF/Günther Pichlkostner

Vanessa Dulhofer, die Möllersdorfer Kandidatin, die den Einzug ins Finale geschafft hat, sieht sie jedenfalls als stimmlichen Rohdiamanten. „Ich fordere sie gerne heraus. Sie entdeckt immer wieder neu, was in ihr steckt, und hat sich so gesteigert“, erzählt Ballwein stolz.

Die erste eigene Band mit 14, mit 16 Jahren entdeckt. Vergleichen könne man ihre eigenen Anfänge mit der Situation heutiger junger Künstler kaum, sagt Ballwein. „Damals gab es weder Facebook noch Instagram. Jetzt haben die Kandidatinnen sofort öffentliche Popularität. Das ist eine Chance, aber auch eine Gefahr.“ Schlussendlich steckt hinter dem Erfolg aber mehr, als in eineinhalb Minuten zu brillieren.

Man kriegt eine richtige Beziehung zu den Kandidaten Monika Ballwein über ihre Arbeit mit den Starmaniacs

„Es ist keine leichte Welt, das wird sie auch nie werden. Wenn man das wirklich möchte, ist das Handwerk zu lernen nach wie vor nötig“, meint Ballwein. Gerade jetzt sei es wichtig, einen langen Atem zu haben, seine Hausaufgaben zu machen und sich ein Team zur Unterstützung zu holen.

Insofern ist der Weg zu einer längerfristigen Bühnenkarriere gleich geblieben. Entmutigen lassen sollten sich die Kandidaten, die ausscheiden, nicht. „Es ist nur eine Momentaufnahme, die nichts über den weiteren Weg aussagt.“ Die Arbeit mit jungen Künstlern sieht sie als Inspiration. Auf das Ende von „Starmania21“ diesen Freitag blickt sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Es ist so eine schöne Arbeit! Man kriegt eine richtige Beziehung zu den Kandidaten, und ich kann mir nur wünschen, mit vielen in Kontakt zu bleiben.“ Die Sängerin selbst steht ab Juni wieder auf der Bühne. Und: Sie arbeitet auch gerade an einer neuen Single.