Globart Academy: Achtsam werden. Auch Achtsamkeitstraining, Bewusstseins- und Wahrnehmungsübungen waren Thema der Globart Academy.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 26. September 2017 (02:55)
Haiderer

Atmen. Ein und aus. Sich darauf einlassen. Auf das Atmen, das mich am Leben hält. Den rechten Fuß wahrnehmen. Die Ferse …

Im Kirchenschiff des Kloster Und in Krems wird es ganz ruhig. Die Teilnehmer des Globart-Academy-Workshops „The Toolbox is You“ von Maria T. Kluge haben ihre Augen geschlossen. Sie atmen, richten ihre Aufmerksamkeit bewusst auf das, was sie wahrnehmen. Wie den Atem. Den Körper. Oder aber auch das Buch, das sie in der Hand halten. Wie es sich anfühlt, wenn man darüber streicht. Wie es sich anhört, wenn man es zuklappt …

Atmen übrigens kann dabei helfen, sich zu konzen-trieren. „Wenn du dich voll auf dein Einatmen konzen-trierst, nimmt der Körper mehr Sauerstoff auf“, schreiben Maria T. Kluge und Heidemarie Dobner in ihrem Buch „The Toolbox is You“. Das ist gut fürs Herz, gut fürs Blut.

„Der Atem ist unser Leben."

„Der Atem ist unser Leben.“ Er ist notwendig. Dennoch: „Atmen ist für uns ganz selbstverständlich. Wir denken nicht darüber nach. Es geht ganz von alleine.“ Außer, wenn man sich anstrengt usw. Doch: „Der Atem ist eure Tankstelle.“

Mit Übungen kann man lernen, in den Körper hineinzuatmen, ihn zu spüren und mit Energie aufzuladen. Sie helfen auch dabei, sich selbst besser wahrzunehmen.

Was Achtsamkeit übrigens kann? Was einem durch Achtsamkeitstraining gelingen kann? „Wach zu sein, anzukommen, das Gehirn auszuschalten“, verrät Kluge, die seit 25 Jahren Achtsamkeit unterrichtet, bei Krankenschwestern, Ärzten, in Schulen, Gefängnissen … Es kann aber auch helfen, „zarter und liebevoller mit sich umzugehen“.

Achtsamkeit betrifft aber nicht nur den Körper. Auch Sprache und Kommunikation können achtsam oder weniger achtsam sein. Dann etwa, wenn man wütend ist, und etwas sagt, dass man vielleicht nicht sagen wollte, das einem danach leidtut. Aber man kann es trainieren, die richtigen Worte zu finden. „Worte, die nicht kränken, nicht ärgern oder mutlos machen, sondern Worte, die aufbauen, aufklären und ermutigen“, schreiben die zwei.

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