Erstellt am 28. Dezember 2016, 01:50

von Anna Hlawatsch

Fundtierhomepage: Bereits 1.100 Tiere registriert. Land NÖ und NÖ Tierheime betreiben seit einem Jahr eine Homepage für Fundtiere. Heuer wurden bereits 1.100 registriert.

Tierschutz-Landesrat Maurice Androsch mit NÖ Tierschutzverbands-Präsidentin Andrea Specht.  |  zVg

Ein Morgen wie jeder andere, man leert das Futter für seinen tierischen Liebling in den Futternapf, doch der kommt trotz wiederholten Rufen nicht. Kein Einzelfall, denn jedes Jahr wird eine Vielzahl an Tieren vermisst.

Das Land Niederösterreich führt daher seit nunmehr einem Jahr in Kooperation mit den NÖ Tierheimen, in dessen Rahmen die Suche nach dem verloren gegangenen Liebling unkompliziert und rasch unterstützt wird, eine eigene Fundtierhomepage.

„Bisher erfolgte dies lediglich auf einem Schwarzen Brett der Bezirkshauptmannschaft und eventuell im Newsletter der Gemeinde oder durch Infos der Tierheime auf deren Homepage“, erklärt Martina Langanger-Kriegler von der Abteilung Naturschutz am Amt der NÖ Landesregierung. Nun sind erstmals alle Fundtiere aus Niederösterreich auf einer Seite einsehbar und die Homepage findet bereits guten Anklang.

"Am zielführendsten sei Rückführung"

„Sie wird sehr gut angenommen, natürlich muss sich alles aber auch erst einführen“, erklärt die Präsidentin des Tierschutzverbandes NÖ, Andrea Specht. Im heurigen Jahr waren es 1.100 Fundtiere, die in der Fund-Datenbank regis-triert wurde, davon etwa 30 Prozent Hunde, 55 Prozent Katzen und 15 Prozent Kleintiere, zum überwiegenden Teil Kaninchen.

„Am zielführendsten sei die Rückführung vor allem bei Hunden“, erklärt Specht. Und knappe 70 Prozent der regis-trierten Hunde in diesem Jahr gingen tatsächlich wieder an ihren Halter zurück. Grund dafür ist beispielsweise die seit 2008 verpflichtende Kennzeichnung und Registrierung der Vierbeiner in der Heimtierdatenbank.

Eine Erweiterung des Empfängerkreises ist in Arbeit. „So soll zukünftig auch grenzüberschreitend informiert werden, da sich entlaufene Tiere ja nicht an Landes- oder Bezirksgrenzen halten“, erklärt Langanger-Kriegler.

www.tiersuche.noe.gv.at