Vom Backen zum Bloggen. Auf Facebook, Instagram oder ihrem Blog zeigt sie, wie es richtig geht: Verena Pelikan bäckt und kocht und gibt online Tipps, wie man ihre Gerichte – von süß bis pikant – auch selbst zuhause am besten nachmachen kann.

Von Teresa Sturm. Erstellt am 22. Mai 2019 (03:41)
Karin & Joe Fotografie
Verena Pelikan betreibt seit vielen Jahren einen Blog, auf dem sie Rezepte teilt. Ihre Fans, die die Süßspeisen nachbacken wollen, werden immer mehr.

„Es freut mich total, wenn sie mir Feedback geben, wenn sie schreiben ‚es schmeckt so gut‘ oder ‚der Strudelteig ist gelungen‘“, schwärmt Foodbloggerin Verena Pelikan über ihre Fans. Seit 2014 betreibt sie den Blog „www.sweetsandlifestyle.com“, auf dem sich Rezepte finden, aber auch Tipps für Dekorationen sowie Geschenkideen.

Die 32-Jährige lebt in Jedenspeigen, Bezirk Gänserndorf, und ist nur eine Ortschaft weiter auch aufgewachsen. Sie hat Logistik und Transportmanagement studiert und in der Verkehrssicherheits- und Mobilitätsbranche gearbeitet. Daneben sei das Bloggen, Programmieren und Fotografieren schon ein Hobby gewesen, sagt sie heute.

Kreativität ausleben im Job

Nachdem Pelikan sich schon längere Zeit mit Blogs und der Arbeit damit beschäftigt hat, startete sie 2014 mit ihrer Website. Um diese Tätigkeit „von der Pieke auf“ zu lernen, startete sie das Studium Medien und Kommunikation auf der Fachhochschule Eisenstadt. Bei ihren Postings und Beiträgen sei ihr wichtig, dass man die „Liebe dabei“ sehe. Ihre verspielte, kreative Art könne sie bei ihrer Arbeit ausleben.

„Meine Mutter hat das ganze Jahr über gebacken und ich hab’ immer geholfen“, erklärt Pelikan ihre Liebe zum Süßen. Auch die Großmutter habe schon gebacken. Den Blog habe sie deshalb „sweetsandlifestyle“ genannt, weil sie sich die Themen darauf offenhalten wollte. Zu Beginn habe sie mit dem Gedanken gespielt auch Bastel-Tutorials online zu stellen. „Aber das war mir dann zu aufwändig.“ Aufwand ist ihr Job, auch wenn er Pelikan Spaß macht, aber dennoch. Auf Instagram und Facebook ist sie fast immer erreichbar und steht in Kontakt mit ihren Followern.

Ein weiterer großer Karriereschritt von Pelikan ergab sich Ende 2016 durch eine E-Mail, die die Bloggerin schon beinahe gelöscht hat. „Ich dachte, das ist Spam, aber es war eigentlich eine Anfrage von einem Verlag. Sie wollten ein Buch mit mir machen.“ Pelikan musste nicht lange überlegen und hat dem „frechverlag“ zugesagt. In „Punsch, Glögg & heißer Kakao: Die leckersten Getränke für die Winterzeit“ gibt’s Rezepte für die verschiedensten Wintergetränke.

Intensive Arbeit für das Buch

„Auf diese Anfrage folgten aufregende, arbeitsreiche und zugleich wahnsinnig lehrreiche Wochen und Monate. Genau genommen waren es ab der Vertragsunterzeichnung bis zur Abgabe des Manuskriptes und der Bilder zehn Wochen“, verrät die Bäckerin auf ihrem Blog.

Wenig später hat Pelikan ihren Brotjob aufgegeben. Die Selbstständigkeit habe sie keine Sekunde bereut, „aber ich muss dazu sagen, dass ich es mir leichter vorgestellt habe“. Es sei wirklich viel Arbeit.

Eigenes Studio geplant

Über Projekte in der nahen Zukunft geht Pelikan nicht ins Detail, aber momentan habe sie „zehn Baustellen offen“. Der nächste große Schritt sei ein eigenes Studio. Es sei aber nicht leicht, im Weinviertel die richtige Location zu finden: „Es gibt wenig, das adäquat ist. Das, was es gibt, wird oft nicht hergegeben.“ Fans des ersten Buches dürfen übrigens optimistisch sein. „Ich arbeite gerade an einem Projekt, das Anfang nächsten Jahres erscheinen soll“, bleibt sie noch geheimnisvoll.