Gut vorbereitet auf Reisen gehen. Egal ob Maturareise oder Partytrip – die E-Card sollte in Europa dabei sein. Und: Reiseversicherung abwägen!

Von Christine Haiderer. Erstellt am 07. Juni 2017 (01:23)
Auch beim Feiern ist die Versicherung Thema. Julia und Victoria Moser, Matthäus und Theresa Förster mit der EKVK.
NÖGKK

Wer die E-Card umdreht, entdeckt dort die Europäische Krankenversicherungskarte. Sie gilt in EU- und EWR-Ländern sowie einigen anderen, wie etwa der Schweiz, verrät die NÖGKK.

In öffentlichen Spitälern und bei Vertragsärzten kann man die Karte vor der Behandlung vorweisen. Der ausländische Krankenversicherungsträger rechnet dann üblicherweise mit der NÖGKK ab. Allerdings: „Manchmal wird die EKVK nicht akzeptiert und trotzdem Barzahlung verlangt“, so NÖGKK-Ombudsfrau Ilse Schindlegger. „Die Behandlung kann dann mehrere Hundert Euro kosten.“

Ist das der Fall oder wird man privat in einer Klinik oder bei einem Arzt behandelt, muss man sich unbedingt eine detaillierte Rechnung geben lassen. Mit allen medizinischen Leistungen, Medikamenten, Heilbehelfen … und allen einzelnen Honoraren (möglichst gleich in Deutsch). Es ist auch ein Zahlungsnachweis erforderlich. Gegen Vorlage der Rechnung gibt es von der NÖGKK Kostenerstattung nach NÖ-Tarifen (nicht in Rechnungshöhe).

Man kann auch Spaß haben, ohne es zu übertreiben

Für die Türkei gibt es einen Urlaubskrankenschein, der bei NÖGKK & Co. aufliegt und vor der Behandlung beim ausländischen Krankenversicherungsträger umgewandelt werden muss. In anderen Ländern muss man generell selbst bezahlen. Die NÖGKK rät daher: „Wer sein Urlaubsbudget nicht zusätzlich belasten möchte, sollte in jedem Fall eine private Reisekrankenversicherung abschließen.“ Sie deckt auch Rückholungskosten ab und wird von vielen Reise-Veranstaltern mit angeboten.

Was Alkohol betrifft, sollte man schon vorher bedenken, dass man die Spitäler vor Ort nicht kennt. Und: Man kann auch Spaß haben, ohne es zu übertreiben. Das Rote Kreuz NÖ rät, sich vorher zu informieren, wie man Rettung und Arzt erreicht? Beim Euro-Notruf 112 sollten Mitarbeiter Englisch sprechen. „Das eigene Getränk NIE aus den Augen lassen!“ Und: „Veränderung des Bewusstseins ist auf jeden Fall eine Indikation für einen Arzt.“ Also, den Arzt rufen, wenn jemand nicht mehr ansprechbar ist, nicht mehr reagiert!