Weg nach Schauspieler Erwin Strahl benannt. Schauspieler Erwin Strahl ist 2011 verstorben. Nun wurde ihm eine große Ehre zuteil.

Von Teresa Sturm. Erstellt am 25. Juni 2019 (16:42)

Die Schauspielerfamilie Strahl war immer eng mit Niederösterreich verbunden. Waltraut Haas, bekannt als junges Wachauer Mädchen Mariandl im Heimatfilm „Der Hofrat Geiger“, wird etwa auch heuer wieder in Weißenkirchen in der Wachau im Theater auf der Bühne stehen, wo ihr Sohn Marcus Strahl Intendant ist.

Seit Erwin Strahl, Ehemann von Waltraut Haas, im Jahr 2011 gestorben ist habe sich sein Sohn bemüht, dass in Wien, wo die Familie immer im 13. Bezirk gewohnt hat, eine Straße nach ihm benannt wird. Ein Weg im Maxingpark konnte nun offiziell unter dem Namen Erwin-Strahl-Weg eröffnet werden.


Weg ganz in der Nähe der letzten Ruhestätte

Im wahrsten Sinn des Wortes Steine lagen jedoch im Weg, bis es zur offiziellen Wegbenennung kommen konnte. So erzählt Schauspieler Marcus Strahl, dass er relativ früh nach dem Tod seines Vaters versucht habe über die Bezirksvorstehung einen Weg zu bekommen.

Das sei schwierig gewesen, weil heutzutage fast nur nach Frauen Straßen oder Wege benannt werden, weil dahingehend noch viel aufzuholen ist. „Aber man hat diese Möglichkeit gefunden und das ist insofern sinnvoll hier, weil es ist hundert Meter Luftlinie zu seinem Grab. Das ist natürlich perfekt, das ist eine wunderschöne Idee“, ist Strahl nun mehr als zufrieden.


„Er bleibt in Erinnerung“

Silke Kobald, Bezirksvorsteherin von Hietzing, dem 13. Wiener Gemeindebezirk, zeigte sich ebenso erfreut über die Wegbenennung. Man tue viel für die Grünflächen im Bezirk, scherzte die Politikerin, also würde der Weg im Park lange bestehen.

Für Marcus Strahl ist der Weg vor allem eine große Auszeichnung für seinen Vater, „weil ein Künstler wird vermutlich, wenn er keine so wichtige Persönlichkeit wie ein Politiker ist, oder ein Staatsmann, leicht vergessen. Aber hier können die Leute auch in hundert Jahren noch mit ihm spazieren gehen. Auch, wenn sie nicht mehr wissen, wer Erwin Strahl war, es steht die Tafel da, der Weg ist nach ihm benannt, er bleibt in Erinnerung. Das ist für mich ganz besonders wichtig.“

Waltraut Haas, die ihren Ehemann als äußerst bescheiden beschreibt, ist überzeugt, dass „er ganz stolz sein würde“. Sie sei wirklich dankbar. „Er freut sich und schaut von oben herunter“, so Haas. Sie wird ab 16. Juli in „Keine Ruh‘ fürs Donauweibchen“ in Weißenkirchen zu sehen sein.