Wenn sie zustechen. Im Sommer schwirren zahlreiche Insekten durch die Luft. Allergiker sollten Notfallmedikamente mithaben.

Erstellt am 01. August 2017 (02:47)
ÖRK/H. Kellner

Für die meisten Menschen sind die Stiche von Biene, Wespen & Co. ungefährlich. Stachel raus, kalter Umschlag drauf. Vielleicht eine Salbe. Und es ist okay. Doch: „Die Verträglichkeit der Insektengifte ist individuell sehr verschieden“, so Elfriede Wilfinger, Chefärztin des Roten Kreuzes Niederösterreich.

Problematisch wird es etwa für Allergiker. Sie sollten Notfallmedikamente ständig bei sich tragen. „Empfehlenswert ist auch eine Desensibilisierung“, meint Wilfinger. „Durch einen Bluttest lässt sich der Grad der Allergie feststellen und entsprechend behandeln.“

Großflächige Rötungen, Schwellungen, Juckreiz am Körper, Erbrechen, Atemnot oder Kreislaufkollaps deuten auf eine Allergie. Ist der Betroffene ansprechbar, sollte er flach mit angehobenen Beinen gelagert werden. Die Kleidung sollte gelockert, der Betroffene beruhigt werden. Menschen, die wissen, dass sie allergisch reagieren, haben oft eigene Medikamente mit. „Helfen Sie bei der Einnahme!“, rät das Rote Kreuz.

Besondere Vorsicht ist auch bei Stichen in Mund und Rachen geboten. Sie bedeuten durch die starken Schwellungen Erstickungsgefahr. Wilfinger: „Der Gestochene muss ständig Eis lutschen. Kalte Umschläge um den Hals helfen ebenfalls. Die Rettung ist in diesem Fall sofort unter der Notrufnummer 144 zu alarmieren.“

Tipps:

  • Kein Picknick in der Nähe eines Bienenstocks oder von Obstbäumen.
  • Süße Getränke nur mit Strohhalm trinken.
  • Vollständige Kleidung tragen, Insektenschutz verwenden, so Wilfinger.
  • Parfüm oder parfümierte Kosmetika vermeiden, rät www.gesundheit.gv.at.
  • Auf Insekten im Bett, in Schuhen … achten.
  • Wenn Insekten sich nähern, heftige Bewegungen vermeiden.