Was tun, im Fall eines Stiches?. Meist sind Begegnungen mit Insekten ungefährlich, außer bei Allergikern und Stichen im Rachen.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 21. August 2018 (02:22)
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Wespen können im Sommer bedrohlich werden.

„Wespen sind Nützlinge“, verrät die Energie- und Umweltagentur NÖ. Ein Volk fängt am Tag bis zu 5.000 Fliegen und andere Insekten, um sie zu verspeisen oder an Larven zu verfüttern. Und: Sie sind wichtige Bestäuber. Zwei der elf in Mitteleuropa vorkommenden Arten sorgen aber für einen schlechten Ruf: Die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe können beim Essen lästig werden.

„Wichtig ist bei einer Begegnung, Ruhe zu bewahren“, so LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf. Das Rote Kreuz NÖ rät zudem, nicht in der Nähe von Bienenstöcken oder Obstbäumen zu picknicken, süße Getränke nur mit Strohhalm zu trinken, sich vollständig zu bekleiden und Insektenschutzlotionen zu nutzen.

Bei Stich im Mund oder Rachenraum: Erstickungsgefahr!

Dennoch kann es zu Stichen kommen. Diese können schmerzen, sind für die meisten Menschen aber ungefährlich. Stachel mit der Pinzette rausziehen. „Drücken Sie dabei nicht auf den Giftapparat!“, rät Elfriede Wilfinger, Chefärztin des Roten Kreuzes NÖ. Einen kalten Umschlag drauf. Und eventuell bei Arzt und Apotheker nach Tipps fragen.

Bedrohlicher aber wird es, wenn der Stich im Mund oder Rachenraum passiert, weil dann Erstickungsgefahr droht. Daher sollte man sofort die Rettung unter 144 anrufen. Und: „Der Gestochene muss ständig Eis lutschen. Kalte Umschläge um den Hals helfen ebenfalls“, erklärt Wilfinger.

Gefährlich werden kann es auch für Allergiker. Sie sollten die Notfallmedikamente ständig bei sich tragen. Im Akutfall kann man bei der Einnahme helfen. Bei einer allergischen Reaktion können großflächige Rötungen, Schwellungen, Juckreiz, Erbrechen, Atemnot und Kreislaufkollaps vorkommen. Ist der Betroffene ansprechbar, sollte er flach mit angehobenen Beinen gelagert und beruhigt, die Kleidung gelockert werden. „Durch einen Bluttest lässt sich der Grad der Allergie feststellen und entsprechend behandeln“, so Wilfinger, die zu einer Desensibilisierung rät.