Über 1.600 Teilnehmer bei Forschungsumfrage. Ein großes Interesse an der Wissenschaft zeigen die Teilnehmer einer Umfrage des Landes NÖ zur Weiterentwicklung des FTI-Programmes.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 25. Mai 2020 (11:44)
Über 70 Prozent der Befragten haben Vertrauen in die Wissenschaft.
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Das aktuelle Programm zu Forschung, Entwicklung und Technologie (FTI-Programm) in Niederösterreich läuft heuer aus. Für die Weiterentwicklung des Programmes wurden Forscher und die Bevölkerung im Februar dazu aufgefordert, an einer Umfrage teilzunehmen. Und: Über 1.600 Menschen haben mitgemacht.

„Wir nehmen diese Ergebnisse ernst und werden diese direkt in die Entwicklung unseres neuen FTI-Programms einfließen lassen“, verspricht die Landeshauptfrau, die allen für ihre Teilnahme dankt.

Was sich bei der Umfrage unter der Bevölkerung unter anderem zeigte?

  • Über 70 Prozent haben Vertrauen in Wissenschaft und in wissenschaftliche Institutionen.
  • Drei Viertel der Befragten interessieren sich für Wissenschaft und Forschung.
  • Über 60 Prozent interessieren sich für das Thema Gesundheit, über 50 Prozent für Naturwissenschaft, knapp 50 Prozent für Forschungen zum Klimawandel und knapp 40 Prozent für das Thema Digitalisierung.
  • Über zwei Drittel beurteilen Niederösterreich als Wissenschafts- und Forschungsstandort positiv.
  • Über 75 Prozent der Befragten sehen die Förderung von Wissenschaft und Forschung als sehr wichtige Aufgabe der niederösterreichischen Politik. „Dieser Beurteilung wollen und werden wir auch Folge leisten“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
  • Sieben von zehn Befragten finden es wichtig, dass die Expertise der Bevölkerung in wissenschaftliche Projekte einfließt.
  • Über 50 Prozent würden gerne in einen direkten Diskurs mit Wissenschaftern treten.
  • Über 66 Prozent würden gerne einen Wissenschafter bei der Arbeit erleben.
  • Mehr als die Hälfte würde gerne an einem Forschungsprojekt mitwirken, mehr als die Hälfte würde gerne eigene Erfahrungen, persönliche Expertise und Beobachtungen in die Forschung einbringen.
  • Und auch an Forschungsprojekten mitwirken wollen die Befragten: im Bereich Natur und Klima (über 60 Prozent) und im Bereich Gesundheit und Soziales (55 Prozent).

Schule und Wissenschaft

Wie sehr Forschung bereits in der Schule ein Thema sein sollte? Etwa 85 Prozent der Befragten finden, dass Wissenschafter verstärkt in Schulen eingeladen, Schüler verstärkt praktische Forschungsprojekte umsetzen sollen und Schulen öfter Wissenschaftseinrichtungen besuchen sollten.  

Drei von vier Befragten finden außerschulische Wissenschaftsvermittlungsangebote wichtig. Über 80 Prozent fordern einen Ausbau der außerschulischen Wissenschaftsvermittlungsangebote. Und: Über 80 Prozent wünschen sich mehr Angebote im Bereich Natur und Klima, über 70 Prozent mehr im Bereich Gesundheit und Soziales.

„Es zeigt sich, dass wir mit unseren Maßnahmen im Bereich der Wissenschaftsvermittlung, wie beispielsweise der Science Academy, auf einem guten Weg sind“, so Mikl-Leitner. „Wir orten aber auch den Wunsch, dass wir noch mehr Angebote in diesem Bereich schaffen sollen. Diesem Wunsch werden wir auch entsprechen.“ So ist zunächst beispielsweise – als Alternative zu den aufgrund von Corona verschobenen Programmen - ein Webinar-Angebot im Rahmen der Initiative „Jugend forscht digital!“ vorgesehen. Infos: noe.gv.at/wissenschaft

Die Umfrage unter Forschern

Eine eigene Umfrage gab es für Forscher. Hier zeigte sich, dass rund 80 Prozent den Wissenschaftsstandort NÖ als sehr oder eher gut beurteilen. Knapp drei Viertel bewerten das aktuelle FTI-Programm positiv. Besonders erfreulich ist auch die Bereitschaft der Community, an Citizen-Science-Projekten mitzuwirken. „Dass 84 Prozent der Wissenschafterinnen und Wissenschafter angaben, dass sie sich ein Forschungsprojekt mit einer Beteiligung der Bevölkerung vorstellen können, freut mich ganz besonders“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

noe.gv.at/wissenschaft