Woher Nikolaus eigentlich kommt. Im vierten Jahrhundert lebte der Bischof von Myra – er war ein Menschenfreund.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 03. Dezember 2019 (03:02)
Stautue des historischen Nikolaus in der heutigen Türkei.
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Der heilige Nikolaus gehört zu den beliebtesten und bekanntesten Heiligengestalten – und das schon seit vielen Jahrhunderten. Besonders Kinder lieben es, wenn sie alljährlich vom Nikolaus beschenkt werden. Die einen stellen dafür in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember Stiefel, Schuhe oder einen Teller vor Tür, in die dann der heilige Mann seine Gaben legt. Vielerorts aber erscheint der Nikolaus „persönlich“ – mit einem langen, weißen Bart, gekleidet im traditionellen Bischofsgewand mit Stab, Mitra und einer hohen Bischofsmütze.

Um den heiligen Nikolaus ranken sich viele Legenden. Gewiss ist heute, dass er im vierten Jahrhundert als Bischof von Myra in Kleinasien gelebt und viel Gutes bewirkt hat. Die in Myra schon früh einsetzende Verehrung war von der Erinnerung an seine Güte bestimmt. Dieser Wesenszug kennzeichnet auch die vielfältigen Nikolausüberlieferungen.

Aus den zahllosen Geschichten schält sich das Bild eines ungewöhnlich menschenfreundlichen Kirchenmannes heraus, volksnah und mit großer Ausstrahlung. Aus den Legenden sprechen Güte, Mut und Zivilcourage. Nikolaus entspricht dem Bild der Barmherzigkeit Gottes. Seine Geschichten und Legenden stehen für christliche Opferbereitschaft, Großzügigkeit und Erbarmen.

Frohbotschaft statt Drohbotschaft

Nikolaus wird verehrt als Patron der Kinder und Schüler sowie der Seeleute, Kaufleute und Bäcker. Aber er gilt auch als Schutzpatron der Fischer, der Apotheker und sogar der Diebe und Räuber. Es gab es zudem den Vorschlag, ihn zum Schutzpatron Europas zu machen, weil er in Ost und West gleichermaßen verehrt wird.

Früher wurde der heilige Nikolaus oft als Erziehungsmittel herbeigezogen – als ein Heiliger, der alles sieht und weiß, der so manche Moralpredigt gehalten und die Kinder für ihre „Untaten“ ermahnt oder gar gestraft hat bzw. durch den Krampus strafen ließ. Heute sind solche Erziehungsmaßnahmen meist längst passé. So weist auch die Katholische Jungschar der Diözese St. Pölten darauf hin, dass der heilige Nikolaus nicht eine Drohbotschaft, sondern die Frohbotschaft überbringen soll.

Textquelle: „Kirche bunt“

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