4.500 private Stücke für Schallaburg-Schau 2014 gesammelt. 4.500 persönliche Erinnerungsstücke aus der Zeit des Ersten Weltkriegs sind es geworden.

Erstellt am 01. Juli 2013 (12:52)
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Die Sammelaktion für die Schallaburg-Ausstellung 2014 „Jubel & Elend. Leben mit dem Großen Krieg 1914-1918“ ist am Freitag zu Ende gegangen. „Es ist unglaublich, mit welchen Schätzen sich die österreichische Bevölkerung an der Aktion beteiligte. Eine derart große Resonanz, die auch das große Interesse für das Thema des Ersten Weltkriegs widerspiegelt, hat unsere Erwartungen übertroffen“, freute sich Stefan Karner, Leiter des Ludwig Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgen-Forschung, am Montag in einer Aussendung der Schallaburg.

Rund 900 Anrufe, über 150 Mails und zahlreiche Postsendungen sind in knapp sieben Wochen eingelangt. Offeriert wurden etwa Gegenstände wie eine Feldtasche oder eine Taschenuhr, die ihren Besitzern das Leben gerettet haben, weil sie Patronen abwehrten, berichtete der Historiker. Ebenso fanden sich Musikinstrumente, die an der Front dabei waren, wie auch kunsthandwerkliche Erzeugnisse aus der Kriegsgefangenschaft, darunter Mannschaftskissen, Uniformen, Kriegskoch- oder Tagebücher.

Die zur Verfügung gestellten Exponate werden nun über den Sommer gesichtet und für die Ausstellung ausgewählt. 2.500 Stücke seien bereits in einer wissenschaftlichen Datenbank erfasst, sagte der für Kulturagenden zuständige niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP).

Weitergesammelt wird aber auch noch nach der Einreichfrist, hieß es. Wer noch ein Erinnerungsstück findet, kann dieses per E-Mail unter  mailto:sammelaktion@schallaburg.at  oder postalisch an das Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung, Außenstelle Raabs an der Thaya, Oberndorf bei Raabs 7, 3820 Raabs an der Thaya, anbieten.