Aktiv unter der Sonne. Sport / Hitze ist kein Grund, inaktiv zu sein. Angenehmer aber ist es abends oder morgens.

Erstellt am 12. Juli 2013 (06:00)
Von Christine Haiderer

Dem inneren Schweinehund fallen immer gute Gründe ein, untätig zu bleiben. Im Sommer etwa die Hitze. Doch das funktioniert nicht. „Die Sommerhitze ist eine schlechte Ausrede für Bewegungsunlust“, meint An-drea Podolsky, Leiterin des Instituts für Präventiv- und angewandte Sportmedizin in Krems. Immerhin dauert der Sommer Monate, wirklich heiß ist es aber nur ein paar Tage. Und an diesen muss man sich ja nicht in der Mittagshitze quälen, sondern kann zu den Tagesrandzeiten aktiv werden.

Ganz im Gegenteil: Der Sommer ist, glaubt die Sportmedizinerin, ideal für mehr Bewegung. Abends ist es länger hell, im Freien gibt es viele Möglichkeiten, sich zu bewegen, und Urlaub bedeutet mehr freie Zeit – auch für Sport. Wer Angst hat, die Hitze könnte zum Problem werden: „Tätigkeiten, die der Gesundheit potenziell schaden, machen sich meist rasch durch Beschwerden bemerkbar. Zum Beispiel zu starke Hitzeexposition durch Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit …“ Daher: „Wenn’s unangenehm wird, Warnsignal ernst nehmen und kühlere Areale aufsuchen, trinken, runter vom Gas …“

Generell gilt: „Wenn man gesund ist und keine Beschwerden hat, darf man alles tun. Anders ist es für Kranke.“ Insbesondere bei Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen oder älteren Menschen. Sie sollten mit ihrem Arzt reden, welche Bewegung und wann am besten ist.

Nicht vergessen sollte man bei der Bewegung übrigens aufs Trinken. „An heißen Tagen kann man unter Umständen fünf bis zehn Liter Flüssigkeit brauchen.“ Wichtig: kein Alkohol! Und auch zu viel Kohlensäure ist nicht gut, „weil sie den Magen füllt und damit den Durst zu früh löscht“. Bei Bergtour, Radtour & Co. in der Hitze „ist es sinnvoll, 1:1 verdünnte Fruchtsäfte in die Trinkflasche zu füllen.“ Wer sich nur kurz bewegt, braucht nicht so viel Kalorien, dem reicht Wasser.