Erstellt am 04. Juni 2014, 08:01

von Verena Randolf

Alex Kristan: Ein Pausen- Clown macht Karriere. Alex Kristan war ein fleißiger Schüler. Er studierte vorbildlich. Was ihn allerdings mehr interessierte als „Erlkönig“ und „Einmaleins“ waren Gestik und Mimik der Lehrer und vor allem, wie sie gesprochen haben...

»Das ist ja kein Beruf!«, dachte Alex Kristan, bevor er seine Journalistenkarriere beendete und Stimmenimitator wurde. Seit 2012 steht der Mödlinger mit seinem Solo-Kabarett-Programm auf der Bühne.  |  NOEN, ZVG

„Während der Stunden habe ich sie studiert und in der Pause dann nachgemacht. Ich war in der Schule schon irgendwie der Pausenclown!“, lacht der sympathische Parodist.

Die Schulbank im Kalksburger Gymnasium drückte er übrigens mit Robert „Kaiser“ Palfraders Bruder Peter. „Wir waren das Duo Infernale in der letzten Bank!“, erinnert er sich. „Der Schrecken der Lehrer!“ Geworden ist trotzdem etwas aus ihm.

Legendäre Stimmen-Imitationen

Nach einer Karriere als Sportreporter, wo er Niki Lauda und Co. kennenlernte, machte er sich als Kabarettist selbstständig. Seine Parodien von Hans Krankl, Toni Polster, Arnold Schwarzenegger, Herbert „Schneckerl“ Prohaska und eben Niki Lauda sind legendär.

Harte Arbeit und auch Talent, meint er, seien die Voraussetzungen, um es als Parodist zu schaffen. „So wie jeder von uns zeichnen kann, kann ja auch jeder von uns sprechen. Es wird aber halt auch nicht jeder ein Monet“, scherzt er. „Somit macht den Unterschied also das Talent!“

Privat lässt Kristan den Krankl in sich nur selten raus. „Nein, privat ist mein Job kein Thema!“ Sollten seine Freunde dennoch das Bedürfnis haben, ihn als „Arnie“ oder „Schneckerl“ zu erleben, könnten sie zu einem seiner Kabarettabende kommen.

Erstmals solo auf der Bühne

Mit „Jetlag für Anfänger“ steht der Mödlinger erstmals solo auf der Bühne. In Anbetracht der bevorstehenden Urlaubszeit empfiehlt sich ein Kabarettbesuch auch für alle anderen: „Ja, da sind durchaus ein paar Dinge dabei, die man im Urlaub brauchen könnte: Was man tut, wenn man das höchst zulässige Gesamtgewicht seiner Flip Flops bereits überschritten hat und trotzdem die Buffettürme locken, zum Beispiel!“

Sollten ihn seine Freunde – ob der hervorragenden Auftragslage – gar nicht mehr oder zu selten zu Gesicht bekommen, könnten sie ihn übrigens auch „mieten“: Für 90 Euro würde ihnen dann „Gerhard Berger“ zum Geburtstag gratulieren!