Antworten für Papst. Umfrage / Bei ihrem Ad-limina-Besuch in Rom haben Österreichs Bischöfe die Ergebnisse der Umfrage zu Ehe und Familie im Gepäck.

Von Martin Gebhart. Erstellt am 28. Januar 2014 (07:00)
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Papst Franziskus
Von Martin Gebhart

In regelmäßigen Abständen ist der gemeinsame Besuch der österreichischen Bischöfe in Rom vorgesehen. Diesmal steht dieser sogenannte Ad-limina-Besuch unter zwei besonderen Vorzeichen. Es ist das erste Zusammentreffen mit dem neuen Papst Franziskus.

Große Diskrepanz zwischen Lehre und Auffassung der Gläubigen

Und im Gepäck haben die Bischöfe die Ergebnisse der Familien-Umfrage aus ihren Diözesen. Der Fragebogen wurde ja in Vorbereitung auf die Weltbischofssynode zum Thema „Ehe und Familie“ entworfen.

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Das Ergebnis zeigt, dass es hier eine große Diskrepanz zwischen der katholischen Lehre und der Auffassung vieler Gläubiger gibt. Ein paar Details aus den Antworten: Das Thema „Ehe und Familie“ ist ein großes Anliegen. Das Ideal einer lebenslangen Verbindung wird von vielen hochgehalten.

Bei einem Scheitern wird aber ein differenzierteres Eingehen auf den Einzelfall gewünscht. Bei Themen wie Empfängnisverhütung oder Sakramente für wiederverheiratete Geschiedene wird die Lehre von vielen als unzeitgemäß betrachtet.

Antworten gehen an Generalsekretariat der Bischofssynode

Über 8.000 Personen haben sich in der Erzdiözese Wien mit dem Fragebogen auseinandergesetzt, 156 ausgefüllte Originalfragebögen sind in der Diözese St. Pölten eingelangt. Kardinal Christoph Schönborn versprach, dass er darüber „1:1 in Rom berichten“ werde.

St. Pöltens Bischofsvikar Helmut Prader sieht die Fragebögen nicht als Meinungsumfrage, „sondern es diente dazu festzustellen, wie die Lehre der Kirche zu den Themen Ehe und Familie rezipiert, verstanden und umgesetzt wird“. Die Antworten werden dem Generalsekretariat der Bischofssynode zur Familienpastoral in Rom übergeben werden.